Freie Wähler triumphieren: Neuer Landrat im Ostallgäu übernimmt am 1. Mai
Pierre BaumFreie Wähler triumphieren: Neuer Landrat im Ostallgäu übernimmt am 1. Mai
Die politische Landschaft im Ostallgäu hat sich in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt. Die Freien Wähler (FW) legten bei den Kreistagswahlen von etwa 25 auf über 35 Prozent zu, während die CSU von 45 auf 38 Prozent zurückfiel. Dieser Trend bildete den Rahmen für eine knapp umkämpfte Stichwahl um das Amt des Landrats, aus der Bernd Stapfner mit 52,4 Prozent der Stimmen als Sieger hervorging.
In den letzten Jahren verzeichneten die Freien Wähler im Ostallgäu einen spürbaren Aufschwung. Gestützt von Unabhängigen und lokalen Bürgerinitiativen gewann die FW vor allem bei Themen wie Tourismus und Landwirtschaft an Einfluss. Die CSU, traditionell die dominierende Kraft in Bayern, verlor dagegen in der Region an Boden – anders als in Oberbayern, wo die Partei weiterhin auf 40 bis 50 Prozent kommt, oder in Niederbayern, wo die Freien Wähler bei 20 bis 25 Prozent bleiben.
Vor diesem Hintergrund fand die Stichwahl um das Landratsamt statt. Bernd Stapfner, ein ehemaliger Polizeibeamter aus dem Unterallgäu, sicherte sich 52,4 Prozent der Stimmen. Sein Gegenkandidat, der CSU-Bewerber Andreas Bauer, erhielt 47,6 Prozent und bleibt weiterhin als Wirtschaftsreferent im Kaufbeurer Rathaus tätig.
Stapfners Sieg markiert einen Führungswechsel im Ostallgäu. Er wird sein Amt am 1. Mai antreten und löst damit Maria Rita Zinnecker ab, die zwölf Jahre lang als Landrätin amtierte.
Das Wahlergebnis unterstreicht den wachsenden Einfluss der Freien Wähler im Ostallgäu. Stapfners Erfolg spiegelt veränderte lokale Prioritäten und eine Abkehr von der traditionellen Parteidominanz wider. Seine Amtszeit als Landrat beginnt am 1. Mai, nachdem Zinnecker nach einem Jahrzehnt im Amt ausscheidet.






