01 May 2026, 04:21

Frauendemo in Berlin-Kreuzberg eskaliert: Pyrotechnik, Festnahme und vier beschädigte Fahrzeuge

Eine große Gruppe von Menschen nimmt an einer Frauen-Demo in Berlin teil, hölt Schirme, Plakate und Luftballons vor einem Gebäude.

Frauendemo in Berlin-Kreuzberg eskaliert: Pyrotechnik, Festnahme und vier beschädigte Fahrzeuge

Über 2.000 Menschen nahmen an der jährlichen Frauendemonstration in Berlin-Kreuzberg am Vorabend des 1. Mai teil. Die Kundgebung, die am Kottbusser Damm begann und auf der Köpenicker Straße endete, war von Spannungen geprägt, als Feuerwerkskörper gezündet und Gegenstände auf die Polizei geworfen wurden. Die Beamten meldeten vier Fälle von Sachbeschädigung an privaten und Polizeifahrzeugen während der Veranstaltung.

Die Demonstration startete am Abend, wobei die Organisator:innen zunächst von über 2.000 Teilnehmenden ausgingen. Die Polizei korrigierte die Zahl später auf etwa 2.600 Personen. Von Beginn an war die Stimmung spürbar angespannt – einige Personen zündeten Pyrotechnik und warfen Gegenstände in Richtung der Einsatzkräfte.

Eine Person wurde wegen Beleidigung eines Polizisten festgenommen. Die Kundgebung endete etwa zehn Minuten früher als geplant, nicht ohne dass zuvor vier Fahrzeuge – darunter auch Streifenwagen – beschädigt worden waren.

In einer Erklärung betonten die Teilnehmenden, sie wollten sich gegen strukturelle Unterdrückung zur Wehr setzen: "Es ist an der Zeit, unsere Wut zu kanalisieren und uns gegen rassistische, queerenfeindliche und frauenverachtende Belästigung auf unseren Straßen zu wehren – sowie gegen die patriarchale Gesellschaft, die sie fördert. Wir weigern uns, uns anzupassen; stattdessen holen wir uns zurück, was uns rechtmäßig zusteht."

Die Demonstration fand im Vorfeld der größeren Maifeierlichkeiten statt, wobei die Polizei plant, am Freitag 5.300 Beamte in ganz Berlin einzusetzen. Allein am Donnerstag waren bereits rund 1.800 Einsatzkräfte während der Kundgebung und der Walpurgisnacht-Feiern im Dienst.

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Das vorzeitige Ende der Veranstaltung konnte die angespannte Lage kaum entschärfen – nach Zusammenstößen blieben beschädigte Fahrzeuge und eine Festnahme zurück. Angesichts der für den 1. Mai erwarteten Großdemonstrationen hat die Polizei ihre Präsenz in der Stadt deutlich verstärkt. Die Ereignisse unterstreichen die anhaltenden Konflikte zwischen Protestierenden und Sicherheitskräften während der jährlichen politischen und arbeitsbezogenen Kundgebungen in Berlin.

Quelle