FDA warnt Novo Nordisk wegen irreführender Ozempic-Werbung in den USA
Novo Nordisk erhält offizielle Warnung der US-Arzneimittelbehörde wegen Ozempic-Werbung
Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk hat von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) eine formelle Rüge für eine Verbraucherwerbung des Diabetes-Medikaments Ozempic erhalten. Die Behörde kritisierte den Werbespot als irreführend und warf dem Unternehmen vor, Sicherheitsrisiken nicht ausreichend deutlich zu kommunizieren. Es handelt sich bereits um die zweite FDA-Mahnung an Novo Nordisk innerhalb eines Monats.
Im Fokus der Beanstandung steht der Werbeslogan "There's Only One Ozempic" ("Es gibt nur ein Ozempic"), der in den USA ausgestrahlt wurde. Die Aufsichtsbehörde argumentiert, die Anzeige suggeriere fälschlicherweise, Ozempic sei anderen Diabetes-Therapien überlegen. Besonders problematisch sei die Aussage, das Medikament verfüge über die meisten von der FDA zugelassenen Anwendungsgebiete unter den Diabetes-Präparaten – eine Behauptung, die laut Behörde in die Irre führt.
Zudem monierte die FDA die Darstellung der Sicherheitshinweise. Der Werbespot vereinfache die medizinischen Risiken des Wirkstoffs Semaglutid, der in Ozempic enthalten ist, in unzulässiger Weise. Dadurch könnten Verbraucher ein unvollständiges Bild der möglichen Gefahren erhalten.
Novo Nordisk hat nun 15 Werktage Zeit, um der FDA eine schriftliche Stellungnahme vorzulegen. Das Unternehmen muss darlegen, welche Maßnahmen es zur Behebung der Mängel ergreift – andernfalls drohen weitere regulatorische Konsequenzen.
Die Warnung unterstreicht die anhaltende kritische Prüfung der Vermarktungspraktiken für Ozempic. Novo Nordisk ist gehalten, die Bedenken der FDA innerhalb der gesetzten Frist auszuräumen. Bei Nichteinhaltung könnten zusätzliche Strafen oder Werbeverbote die Folge sein.






