25 June 2026, 22:14

Durchbruch beim Hochstrom-Laden: Elektro-Lkw in 15 Minuten fit für 400 Kilometer

MAN erreicht erstmals 3000 Ampere im 'Nefton'-Projekt

Durchbruch beim Hochstrom-Laden: Elektro-Lkw in 15 Minuten fit für 400 Kilometer

Ein deutsches Forschungskonsortium hat erfolgreich ein Hochstrom-Ladesystem für Elektro-Lkw getestet. Die Technologie, die Ströme von bis zu 3.000 Ampere liefern kann, könnte die Ladezeiten von Nutzfahrzeugen deutlich verkürzen. Die Versuche fanden in Einrichtungen in München und Freiburg statt.

An dem Projekt waren MAN Truck & Bus, AVL, die Technische Universität München, das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE), Prettl Electronics Automotive, das Forschungszentrum für Energiewirtschaft sowie die Technische Hochschule Deggendorf beteiligt. Gefördert wurde es vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, unterstützt durch die Projektträgerorganisation des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Die Tests wurden an der Technischen Universität München und am Fraunhofer ISE in Freiburg durchgeführt. Das System hielt einen stabilen Strom von 3.000 Ampere aufrecht und ermöglichte so Ladeleistungen von bis zu drei Megawatt. Damit könnte ein Elektro-Lkw in nur 10 bis 15 Minuten genug Energie für eine Reichweite von 400 Kilometern laden.

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Wichtige Komponenten wie Schütze, Trennvorrichtungen und Kühlsysteme wurden für das Megawatt-Laden neu konstruiert. Optimierte Strompfade, flüssigkeitsgekühlte Kabel, Stecker und Verteiler sorgten für Sicherheit und Effizienz. Die Versuche lieferten zudem Daten zum thermischen Verhalten und zu Schaltkomponenten.

Ziel der Technologie ist es, die Ladezeiten von batterieelektrischen Nutzfahrzeugen zu reduzieren. Mit weiterer Entwicklung könnte sie den Fernverkehr mit Elektro-Lkw praktikabler machen. Die Ergebnisse des Konsortiums stellen einen bedeutenden Fortschritt beim Hochleistungsladen im Schwerlastverkehr dar.

Quelle