Dominik Krause wird Münchens neuer Oberbürgermeister mit klarer Vision für Wohnraum und Verkehr
Klaus-Dieter PohlDominik Krause wird Münchens neuer Oberbürgermeister mit klarer Vision für Wohnraum und Verkehr
Dominik Krause ist zum neuen Münchner Oberbürgermeister gewählt worden, nachdem er die Stichwahl am Sonntag mit 56,4 Prozent der Stimmen für sich entschied. Der 32-Jährige, der mit 24 Jahren erstmals in den Stadtrat einzog, hatte im Wahlkampf mit Forderungen nach beschleunigter Stadtentwicklung und bezahlbarem Wohnraum punkten können. Sein politisches Engagement begann nach der Beobachtung eines Neonazi-Aufmarsches im Jahr 2009, der ihn zur Aktivismusarbeit und schließlich zur Grünen Partei führte.
Krauses Weg in die Politik nahm während seines Zivilersatzdienstes 2009 seinen Anfang. Ein Neonazi-Marsch, der sich gegen eine lokale Flüchtlingsunterkunft richtete, veranlasste ihn, sich einzubringen. Später schloss er sich der Initiative München ist bunt an und engagierte sich in der Grünen Partei.
Nach einem Physikstudium an der Technischen Universität München zog er 2014 in den Stadtrat ein. Bis 2023 stieg er zum zweiten Bürgermeister auf – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu seinem jüngsten Wahlerfolg. Sein Wahlkampfslogan Weil mehr geht unterstreicht seinen Anspruch auf zügigen Wandel.
Als Oberbürgermeister plant er den Bau von 50.000 neuen Wohnungen durch Neubauten, Nachverdichtung und die Umwandlung von Büroräumen. Auch die Verkehrspolitik soll neu ausgerichtet werden: Mehr Straßenraum soll an Fußgänger:innen und Radfahrer:innen gehen – ein persönliches Anliegen, da Krause selbst oft mit dem Fahrrad zu Terminen fährt. In früheren Interviews bezeichnete er das Oktoberfest als größte Freiluft-Drogenbörse der Welt und setzte sich für eine Legalisierung von Cannabis im Rahmen einer liberaleren Drogenpolitik ein.
Seine Politik zielt darauf ab, München weltoffen und bunt zu halten – vielfältig und offen –, während gleichzeitig Wahrzeichen wie die Eisbachwelle als Surfspot erhalten bleiben sollen.
Krauses Wahl markiert eine Wende hin zu schnellerem Wohnungsbau und umweltfreundlicherer Verkehrspolitik in München. Seine Wurzeln im Aktivismus und in der Kommunalpolitik prägen seine Agenda, die tiefgreifende städtische Veränderungen vorsieht. Die Amtszeit des neuen Oberbürgermeisters wird zeigen, ob seine ehrgeizigen Pläne Deutschlands drittgrößte Stadt nachhaltig verändern können.






