18 March 2026, 00:38

Deutschlands Wohnungsbau steht 2026 vor dem Tiefpunkt – doch die Wende naht

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto eines im Bau befindlichen Gebäudes aus den 1890er Jahren, das Fenster, Säulen und einen Himmel im Hintergrund zeigt, mit einem Text am unteren Rand, der besagt: "1890er Jahre - Bau einer Eisenbahnbrücke."

Ifo: Europäische Bauindustrie steht vor starkem Wachstum - Deutschlands Wohnungsbau steht 2026 vor dem Tiefpunkt – doch die Wende naht

Europas Bauindustrie zeigt Anzeichen der Erholung, wobei das Wachstum im Jahr 2024 voraussichtlich 2,4 Prozent erreichen wird. Sowohl der Wohnungsbau als auch der Tief- und Ingenieurbau treiben diese Entwicklung voran. Doch der deutsche Wohnungssektor steht vor Herausforderungen: Die Fertigstellungen werden 2026 voraussichtlich einen Tiefstand erreichen, bevor ein allmählicher Aufschwung einsetzt.

Für Deutschland wird prognostiziert, dass der Wohnungsbau 2026 mit nur 185.000 fertiggestellten Wohneinheiten seinen niedrigsten Stand erreichen wird. Doch ein Umschwung zeichnet sich ab: Die Zahlen sollen 2027 auf 205.000 und 2028 auf 215.000 steigen. Gleichzeitig wird für den Nichtwohnungsbau bis 2028 ein Wachstum von 4,7 Prozent erwartet, während die Marktvolumina im Wohnungs- und Tiefbau bis dahin um 7,5 Prozent zunehmen könnten.

Um den angeschlagenen Wohnungsmarkt zu stützen, hat Deutschland verschiedene Maßnahmen eingeführt. In Heidelberg zeigt das Projekt Hospital-Areal das Mieterstrommodell in der Praxis: 600 neue Wohnungen nutzen Solaranlagen auf dem Dach, um den Bewohnern günstigen Strom zu liefern. Berlin hat zudem Reparaturzuschüsse eingeführt, die bis zu 50 Prozent der Kosten – maximal 200 Euro pro Reparatur – für berechtigte Haushalte übernehmen. Weitere Initiativen sind der Augsburger Wettbewerb für Baukultur, der mit 15.000 Euro nachhaltige Entwürfe prämiert, sowie ein Programm in Nordrhein-Westfalen zur Umnutzung leerstehender Einzelhandelsflächen.

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Europaweit bleibt das Bauwachstum stabil: Für 2027 wird ein Anstieg um 2,2 Prozent erwartet, für 2028 um 1,9 Prozent. Ungewiss bleibt jedoch, wie sich der deutsche Sonderfonds auf die Branche auswirken wird.

Die Aussichten für den europäischen Bausektor deuten auf ein moderates, aber stetiges Wachstum in den kommenden Jahren hin. Trotz eines deutlichen Einbruchs 2026 wird sich der deutsche Wohnungsmarkt voraussichtlich bis 2028 erholen, getrieben durch steigende Fertigstellungszahlen. Förderprogramme und nachhaltige Bauinitiativen könnten zur Stabilisierung des Sektors beitragen – doch die vollständigen Auswirkungen der staatlichen Finanzhilfen sind noch unklar.

AKTUALISIERUNG

Langfristige Wachstumstreiber gestalten die europäische Bauausblick

Die europäische Bauwirtschaft ist für eine nachhaltige Expansion bis 2028 und darüber hinaus eingestellt. Neue Prognosen zeigen:

  • Der Markt wird bis 2033 mit einer 4,9% jährlichen Wachstumsrate von USD 5,5 Milliarden erreicht
  • Urbanisierung und grüne Bauinitiativen sind wichtige Wachstumskatalysatoren
  • Die Wohnungs- und Gewerbebau in Deutschland, Frankreich und Großbritannien wird die Expansion treiben