MBDA startet Produktion neuer Drohnenabwehr in Bayern - Deutschland rüstet mit neuem Defendair-System gegen Drohnen auf
Deutschland baut seine Drohnenabwehrsysteme mit neuen Verträgen und Partnerschaften aus. Der Rüstungskonzern MBDA hat mit dem Beschaffungsamt der Bundeswehr (BAAINBw) eine Vereinbarung über die Entwicklung und Lieferung des Defendair-Systems unterzeichnet. Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem NATO-Partner ein wachsendes Interesse an Technologien zur Drohnenabwehr zeigen.
MBDA wird eine gelenkte Rakete entwickeln, die speziell darauf ausgelegt ist, Drohnen auszuschalten. Die Produktion soll im Werk Schrobenhausen in Bayern erfolgen. Um die Auslieferung zu beschleunigen, hat das Unternehmen bereits vor Vertragsabschluss mit der Vorentwicklung begonnen.
Das Defendair-System wird in das Flugabwehrfahrzeug Skyranger 30 von Rheinmetall integriert. Diese Zusammenarbeit knüpft an frühere Projekte zwischen MBDA und Rheinmetall an, darunter die Entwicklung eines Laserwaffensystems für die deutsche Marine – ebenfalls zur Bekämpfung von Drohnen.
Bis März 2026 hatten sich sechs weitere NATO-Partner für Defendair interessiert gezeigt. Polen, Tschechien, Rumänien und die Niederlande signalisierten bereits ihr Engagement. Auch die europäische Initiative European Sky Shield, an der neben Deutschland unter anderem Lettland und Estland beteiligt sind, sowie das NATO-Beschleunigerprogramm DIANA haben das System im Blick.
MBDA plant, bis 2029 rund 2,4 Milliarden Euro in den Ausbau der Produktionskapazitäten zu investieren. Die Erweiterung soll die Großserienfertigung der neuen Rakete und der zugehörigen Systeme ermöglichen.
Das Defendair-System stärkt Deutschlands Position in der Drohnenabwehr innerhalb der NATO. Da immer mehr Länder die Technologie prüfen, steigt die Nachfrage nach Lösungen zur Drohnenbekämpfung. MBDA will mit seinen Investitionen und Produktionsplänen diesen wachsenden Bedarf in den kommenden Jahren decken.






