Deutsche Labortechnik-Branche trotzt 2025 globalen Krisen mit stabilen Exporten
Ilja RustDeutsche Labortechnik-Branche trotzt 2025 globalen Krisen mit stabilen Exporten
Analyse-, Bio- und Labortechnik in Deutschland zeigt 2025 Widerstandsfähigkeit
Trotz eines schwierigen Marktumfelds hat der deutsche Sektor für Analyse-, Bio- und Labortechnik (ABL) im Jahr 2025 seine Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt. Ein neuer Bericht des Industrieverbands SPECTARIS beleuchtet die zentralen Trends, Herausforderungen und Wachstumschancen der Branche bis 2027.
Die ABL-Branche erzielte 2025 einen Gesamtumsatz von rund 11,2 Milliarden Euro – ein leichter Rückgang um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während die Inlandsumsätze um 1,6 Prozent auf etwa 5,1 Milliarden Euro sanken, blieb das Auslandsgeschäft mit rund 6,1 Milliarden Euro nahezu stabil und stieg um 0,2 Prozent.
In den ersten drei Quartalen 2025 legten die Exporte in EU-Länder um über 5 Prozent zu. Dagegen gingen die Lieferungen in die USA um 10 Prozent und nach China um 6 Prozent zurück. Für andere wichtige asiatische Märkte liegen keine konkreten Daten vor, doch Branchenangaben deuten auf ein wachsendes Interesse an Automatisierung, Robotik und Analysesystemen hin – etwa am Shimadzu Nexera X4, das im März 2025 weltweit auf den Markt kam.
Die Branche beschäftigt in Deutschland etwa 52.500 Menschen, wobei mehr als die Hälfte der Produktion ins Ausland verkauft wird – die Exportquote liegt bei rund 54 Prozent. Die meisten Unternehmen rechnen für 2026 mit einem Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent. Langfristig bleibt die Prognose positiv: Der globale Markt soll in den kommenden Jahren jährlich um etwa fünf Prozent wachsen.
Ein Höhepunkt für die Branche wird die analytica, die weltweit führende Fachmesse für Labortechnik, Biotechnologie und Analytik, die vom 24. bis 27. März 2026 in München stattfindet.
Der ABL-Sektor passt sich weiterhin der sich wandelnden globalen Nachfrage an. Während die starken Exporterfolge in der EU die Rückgänge in den USA und China ausgleichen, blickt die Branche mit vorsichtigem Optimismus auf die Zukunft – gestützt durch stabile Beschäftigungszahlen und expandierende internationale Märkte. Mit der Vorbereitung auf die analytica 2026 setzt die Industrie auf nachhaltiges Wachstum.






