Deutsche Firmen kündigen weitere Entlassungswellen trotz schwacher Konjunktur an
Ilja RustDeutsche Firmen kündigen weitere Entlassungswellen trotz schwacher Konjunktur an
Deutsche Unternehmen planen weitere Stellenabbaumaßnahmen – das geht aus dem aktuellen Beschäftigungsbarometer des ifo Instituts hervor. Der Arbeitsmarkt bleibt schwach, und von einer nachhaltigen Erholung der Beschäftigung ist nichts zu spüren. Der Index sank im Juni auf 92,3 Punkte, nach 93,9 Punkten im Mai.
Besonders stark betroffen ist der Dienstleistungssektor, wo der Barometerwert deutlich zurückging. Im Groß- und Einzelhandel steigen die Entlassungspläne stärker als in anderen Bereichen.
Auch die Industrie kämpft mit Schwierigkeiten. Zwar bleibt der Arbeitsmarkt angespannt, doch dominieren nun zunehmend Stellenstreichungen die Planung. Zeitarbeitsfirmen und die Tourismusbranche haben weiterhin mit besonders großen Problemen zu kämpfen.
Anders sieht es im Bausektor aus: Hier sind kaum Veränderungen geplant. Die Unternehmen der Branche wollen ihre Belegschaften vorerst stabil halten.
Insgesamt deutet die Lage auf anhaltende Herausforderungen für den deutschen Arbeitsmarkt hin. Die Erkenntnisse des ifo Instituts zeigen, dass Unternehmen bei Neueinstellungen zurückhaltend sind. Eine Belebung des Beschäftigungsmarktes scheint weiterhin in weiter Ferne.
