28 April 2026, 02:17

Deutsche Bahn bekämpft Graffiti-Vandalismus in München mit Kunst statt Reinigungskosten

Detailreiches altes Stadtplan von München, Deutschland, mit Straßen, Parks, Sehenswürdigkeiten, Flüssen und Bergen, umgeben von einem dekorativen Rahmen in Blau-, Grün- und Gelbtönen.

Deutsche Bahn bekämpft Graffiti-Vandalismus in München mit Kunst statt Reinigungskosten

Deutsche Bahn geht mit kreativem Ansatz gegen Graffiti-Vandalismus in München vor

Die Bahn setzt auf eine ungewöhnliche Strategie im Kampf gegen Schmierereien in der bayerischen Landeshauptstadt: Der Konzern hat den Künstler Marcus Dörr beauftragt, 26 Funktionsgebäude im Münchner Osten mit großflächigen Wandgemälden zu gestalten. Hintergrund ist die zunehmende Belastung durch illegale Sprühaktionen in ganz Deutschland, die für das Unternehmen steigende Kosten und Sicherheitsrisiken mit sich bringen.

Allein im Jahr 2024 verzeichnete die Deutsche Bahn bundesweit rund 21.000 Fälle von Graffiti-Vandalismus. Die Beseitigung der Schäden schlägt jährlich mit etwa zwölf Millionen Euro zu Buche. Doch nicht nur die finanziellen Verluste sind ein Problem: Illegales Sprühen in der Nähe von Oberleitungen gefährdet Menschenleben und kann für die Täter hohe Geldstrafen oder sogar Haft bedeuten.

Um dem Trend entgegenzuwirken, startet die Bahn Präventionsprogramme und Aufklärungsinitiativen an Schulen. In München steht dabei die künstlerische Aufwertung trister Infrastruktur im Mittelpunkt. Marcus Dörrs Entwürfe zeigen bekannte Stadtwahrzeichen wie die Frauenkirche oder die Bavaria-Statue. Selbst virtuelle Realität kommt zum Einsatz, um die Motive vor dem Auftragen zu visualisieren.

Ziel des Projekts ist es, potenzielle Angriffsflächen für Vandalen in anerkannte Kunstwerke zu verwandeln und so Schmierereien vorzubeugen. Durch die Verschönerung der Gebäude hofft die Deutsche Bahn nicht nur, illegale Sprühaktionen einzudämmen, sondern auch den kulturellen Wert des Viertels zu steigern.

Die Münchner Initiative markiert einen Wandel – weg von teuren Reinigungsaktionen, hin zu präventiven Maßnahmen. Sollte sich der Ansatz bewähren, könnten die gestalteten Gebäude als Vorbild für andere Städte dienen, die mit Graffiti-Vandalismus kämpfen. Die Bahn wird weiterhin beobachten, wie sich die Maßnahme auf die Reduzierung illegaler Sprühereien und der damit verbundenen Kosten auswirkt.

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