24 April 2026, 18:42

CSU-Rebell Göppel warnt vor Windkraft-Bremse durch Koalitionsvertrag

Säulendiagramm, das den Stromertrag aus Wind und Sonne in Deutschland vergleicht, mit begleitendem erklärendem Text.

CSU-Rebell Göppel warnt vor Windkraft-Bremse durch Koalitionsvertrag

Josef Göppel, ein langjähriger Fürsprecher für bürgergetragene erneuerbare Energien, hat Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der neuen Koalition auf die Windkraft in Süddeutschland geäußert. Der CSU-Politiker, der sich vor allem durch seine Unterstützung von Energiegenossenschaften einen Namen gemacht hat, war einer von nur drei CDU/CSU-Abgeordneten, die im Parlament gegen den Koalitionsvertrag stimmten.

Göppel spielte eine zentrale Rolle bei der Gründung des bundesweiten Dachverbands für Energiegenossenschaften. Sein Fokus lag stets auf dezentralen Projekten für erneuerbare Energien, insbesondere in Bayern, wo die CSU als führende "Volkspartei" der Region dominiert. Anders als die CDU, die in allen 16 Bundesländern – mit Ausnahme Bayerns – aktiv ist, übt die CSU in ihrem Heimatland aufgrund einer langjährigen Vereinbarung zwischen den beiden Parteien alleinigen Einfluss aus.

Während der Koalitionsverhandlungen setzte sich Göppel für eine stärkere Bürgerbeteiligung bei der Energieplanung ein. Er bestand darauf, dass das endgültige Abkommen klare Regeln für die öffentliche Teilhabe an Projekten für erneuerbare Energien enthält. Dennoch stimmte er letztlich gegen den Vertrag, da er befürchtet, dass dieser Hürden für den Ausbau der Windkraft in Süddeutschland schaffen könnte.

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Der Energieexperte Craig Morris wies darauf hin, dass es in beiden Koalitionsparteien durchaus Mitglieder gibt, die sich aktiv für erneuerbare Energien einsetzen. Göppels Widerstand verdeutliche jedoch die Spannungen innerhalb von CDU und CSU, wenn es darum geht, Energiepolitik mit lokalen Interessen in Einklang zu bringen.

Der Koalitionsvertrag sieht nun zwar Regelungen für die Bürgerbeteiligung an Projekten für erneuerbare Energien vor – eine Forderung, die Göppel stets vertreten hatte. Dennoch signalisiert seine Ablehnung des Vertrags anhaltende Sorgen um die Zukunft der Windkraft in Bayern. Seine Haltung spiegelt die größeren Debatten innerhalb der CSU wider, wie der Ausgleich zwischen den Zielen der Energiewende und regionalen Prioritäten gelingen kann.

Quelle