20 April 2026, 00:51

CSU attackiert Apothekenreform: "Bundesregierung gefährdet lokale Versorgungsgaranten"

Ein Apotheken-Schild mit der Aufschrift "Die Generics Apotheke" vor einem Gebäude mit umliegenden städtischen Elementen und einem klaren Himmel.

CSU attackiert Apothekenreform: "Bundesregierung gefährdet lokale Versorgungsgaranten"

Die CSU-Landesgruppe in Bayern hat die jüngsten Pläne des Bundesgesundheitsministeriums zur Apothekenreform scharf kritisiert. Die Parteiführung wirft den Vorschlägen vor, die im Koalitionsvertrag festgelegten Zusagen nicht einzulösen und die Existenz lokaler Apotheken im gesamten Bundesland zu gefährden. Die Forderungen nach stärkerem Schutz und klareren Regelungen werden nun immer lauter.

Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Klaus Holetschek, warnte, die aktuellen Pläne senden ein falsches Signal an die Apotheker. Die Vorschläge untergrüben das Vertrauen in die Gesundheitsversorgung, so Holetschek, der eine verbindliche Zeitplanung für die Umsetzung der Reformen forderte.

Die Apothekerin und Gesundheitsausschuss-Mitglied Carolina Trautner betonte, dass Apotheker weit mehr leisteten als nur die Abgabe von Medikamenten. Sie forderte eine grundlegende Überarbeitung der Bundesregelungen, um eine sichere und hochwertige Arzneimittelversorgung vor Ort zu gewährleisten. Trautner setzte sich zudem für strengere Zulassungsvorschriften ein und verlangte ein generelles Verbot von Apotheken ohne qualifiziertes pharmazeutisches Personal.

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Als zentrale Herausforderungen für kleine Apotheken nannte Trautner finanzielle Belastungen und übermäßige Bürokratie. Sie forderte Sofortmaßnahmen, um diese Probleme zu entschärfen.

Bernhard Seidenath, gesundheitspolitischer Sprecher der CSU, schlug vor, die Regeln für Versand- und Präsenzapotheken anzugleichen. Noch weiter gehend regte er ein vollständiges Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten an – ähnlich wie in anderen EU-Ländern.

Im Mittelpunkt der CSU-Forderungen stehen der Schutz bayerischer Apotheken vor Ort und die Sicherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen. Die Landesgruppe verlangt verbindliche Fristen, schärfere Vorschriften und ein Ende dessen, was sie als ungerechtfertigte Vorteile für Versandapotheken ansieht. Nun erwartet die CSU von der Bundesregierung, ihre Pläne im Einklang mit diesen Bedenken zu überarbeiten.

Quelle