05 April 2026, 00:37

China wirbt um Deutschland als Schlüsselpartner für die EU-Beziehungen vor Merz' Besuch

Eine Weltkarte-Poster mit chinesischen Schriftzeichen, gefüllt mit Bildern und Texten zu Ländern und ihren Grenzen.

Chinas Außenminister zu Merz: Beziehungen zwischen Peking und Berlin auf 'neues Niveau' heben - China wirbt um Deutschland als Schlüsselpartner für die EU-Beziehungen vor Merz' Besuch

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und der EU haben sich in den vergangenen fünf Jahren abgeschwächt, wobei Handelszahlen entweder stagnieren oder rückläufig sind. Bis 2026 wird Chinas Anteil am globalen IKT-Markt mit 11 Prozent dem der EU entsprechen, während aggressive Handelspolitiken weiterhin Druck auf europäische Industrien ausüben. Deutschland bleibt trotz anhaltender Herausforderungen in Branchen wie dem Maschinenbau und schwankender Investitionstrends ein zentraler Partner.

Nun wirbt Peking um eine engere Zusammenarbeit mit Berlin und stellt diese als Schlüssel für die Beziehungen zur gesamten Europa dar.

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Der chinesische Außenminister Wang Yi traf sich in diesem Monat mit Bundeskanzler Friedrich Merz, um die bilateralen Beziehungen zu vertiefen. Wang bezeichnete Deutschland als "Antriebskraft" für die Zusammenarbeit zwischen China und der EU und forderte, die "umfassende strategische Partnerschaft" auf ein "neues Niveau" zu heben. Zudem erwartet Peking, dass Deutschland als "stabilisierender Anker" in den regionalen Beziehungen fungiert.

Der Vorstoß erfolgt vor Merz' erstem offiziellen China-Besuch, der für Ende Februar geplant ist. Die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen beiden Ländern bleiben in einigen Bereichen stark – etwa durch die langjährige industrielle Präsenz Deutschlands in China. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) wird 2026 sein 20-jähriges Bestehen in Shanghai feiern, während die Wirtschaftsdialoge in Taicang fortgesetzt werden. Chinesische Investitionen, wie der 47-Prozent-Anteil des Konzerns Weichai Power am deutschen Staplerhersteller KION, unterstreichen die enge Verflechtung.

Doch die Herausforderungen bleiben bestehen. Die Auftragseingänge deutscher Maschinenbauer aus China gingen 2025 zurück – ein Zeichen für die angespannten Handelsbeziehungen. Aktuelle Daten zeigen kein Wachstum bei den bilateralen Handelsvolumina, und europäische Maschinenbauer sehen sich zunehmend dem Konkurrenzdruck chinesischer Anbieter ausgesetzt. Trotz dieser Hindernisse scheinen beide Seiten entschlossen, ihre wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu festigen.

Chinas diplomatische Initiative signalisiert den Willen, die Bindungen zu Deutschland zu stärken – selbst wenn die Handelsbeziehungen zur Europa insgesamt unter Druck geraten. Merz' anstehender Besuch könnte die Weichen für die künftige Zusammenarbeit stellen, insbesondere in industriellen und strategischen Bereichen. Das Ergebnis könnte maßgeblich beeinflussen, wie beide Länder mit den anhaltenden wirtschaftlichen Spannungen und dem Wettbewerb im Handel umgehen.

AKTUALISIERUNG

Merz's China Visit Confirmed: Strategic Talks and Economic Focus

Chancellor Friedrich Merz's official visit to China on 25 February 2026 has concluded, with discussions focusing on deepening the 'strategic partnership' between Germany and China. Key outcomes include:

  • Merz met with President Xi Jinping to resume suspended government consultations and address trade tensions.
  • A large economic delegation accompanied the visit, highlighting shared priorities in industrial cooperation.
  • Merz urged China to use its influence to end the Ukraine war, while reaffirming Germany's 'open dialogue' policy.