Cadolzburg kämpft mit 17-Millionen-Defizit bis 2026 – jetzt kommt der Sparplan
Ilja RustCadolzburg kämpft mit 17-Millionen-Defizit bis 2026 – jetzt kommt der Sparplan
Cadolzburg steht bis 2026 vor einem erheblichen Haushaltsdefizit – die Prognosen belaufen sich auf zwischen 12,4 Millionen und 17,1 Millionen Euro. Die Stadtverwaltung hat nun einen Plan vorgelegt, um die Finanzen durch Ausgabenkürzungen, Effizienzsteigerungen und höhere Einnahmen zu stabilisieren. Trotz des jüngsten Wachstums im Gewerbegebiet Schwadermühle West bleiben die finanziellen Belastungen eine Herausforderung.
Die angespannte Haushaltslage hat mehrere Ursachen: Die Gewerbesteuereinnahmen sind gesunken, während die Transferzahlungen und die Materialkosten stark gestiegen sind. Um gegenzusteuern, strebt die Stadt bis 2026 Einsparungen in Höhe von 7 bis 11 Millionen Euro an, um eine Liquiditätsreserve von etwa 5 Millionen Euro zu sichern.
Zu den geplanten Maßnahmen gehören die Erhöhung von Gebühren für bestimmte Dienstleistungen sowie die Beantragung von Stabilisierungshilfen beim Freistaat Bayern. Intern will die Verwaltung ihre Abläufe straffen – etwa durch zentrale Beschaffung, optimierte Abrechnungssysteme und die Reduzierung freiwilliger Ausgaben. Die Verantwortlichen betonen, dass die gesetzlichen Verpflichtungen und die Servicequalität dabei gewahrt bleiben sollen.
Ein Lichtblick ist das Gewerbegebiet Schwadermühle West, das seit 2018 erschlossen und seit 2022 schrittweise besetzt wird. Mit einer Auslastung von 75 Prozent beherbergt es heute Logistikunternehmen und Produktionsbetriebe, die der Stadt jährlich rund 1,2 Millionen Euro an Gewerbe- und Grundsteuern einbringen.
Cadolzburgs Finanzstrategie setzt auf eine Kombination aus Kostensenkungen, betrieblichen Verbesserungen und Einnahmenwachstum. Gelingen die Maßnahmen, sollen sie die Liquidität der Stadt sichern – bei gleichzeitiger Einhaltung der rechtlichen und servicebezogenen Standards. Der Erfolg hängt dabei sowohl von internen Reformen als auch von der Unterstützung durch den Freistaat Bayern ab.






