Bürgerprotest gegen geplanten Solarpark in Alesrain eskaliert mit 1.100 Unterschriften
Ilja RustBürgerprotest gegen geplanten Solarpark in Alesrain eskaliert mit 1.100 Unterschriften
Eine Petition gegen einen geplanten Solarpark in Alesrain hat fast 1.100 Unterschriften von Anwohnern und aus der umliegenden Region gesammelt. Die unter dem Motto "Kein Solarpark in Alesrain" geführte Kampagne wurde offiziell an die Landtagsabgeordneten Bernhard Pohl und Alexander Hold überreicht – entgegengenommen von Bürgermeisterin Karin Schmalholz gemeinsam mit den Initiatoren Eva Nicht und Stefan Jakob.
Das geplante Photovoltaik-Projekt auf einer Fläche von 13 Hektar sorgt vor allem bei den Bewohnern des nahegelegenen Ortsteils Köngetried in der Gemeinde Apfeltrach für Bedenken. Trotz wachsender Ablehnung hat das Landratsamt Unterallgäu die Pläne bisher noch nicht genehmigt. Die Petitionsinitiatoren suchen nun Unterstützung im Bayerischen Landtag, um das Vorhaben zu stoppen. Der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl schlug eine Gesprächsrunde vor, um die Sorgen zu besprechen – doch sowohl die Gemeinde Dirlewang als auch der Investor des Projekts lehnten eine Teilnahme ab.
Dieser Widerstand spiegelt einen größeren Trend in Bayern wider. In den vergangenen drei Jahren (2023–2026) gab es in mindestens 12 weiteren Kommunen – darunter Regionen wie Oberbayern, Niederbayern und Schwaben – ähnliche Bürgerinitiativen gegen Solarprojekte. Einige, wie in Bad Brückenau und Freilassing, setzten sich in lokalen Bürgerentscheiden durch.
Für aktuelle Entwicklungen im Streit um Alesrain und weitere regionale Nachrichten bietet der Mindelheimer Kurier einen Newsletter und eine Mobile-App an. Die Einreichung der Petition markiert einen entscheidenden Moment im Widerstand gegen den Solarpark in Alesrain. Da die Entscheidung des Landratsamts noch aussteht, wird der Ausgang von weiterem politischen und öffentlichen Druck abhängen. Der Fall reiht sich ein in eine wachsende Zahl lokaler Konflikte um Erneuerbare-Energien-Projekte in ganz Bayern.






