BGH entscheidet im März über bahnbrechende Klimaklagen gegen BMW und Mercedes-Benz
Ilja RustBundesgerichtshof verhandelt im März Klimaklagen gegen Autohersteller - BGH entscheidet im März über bahnbrechende Klimaklagen gegen BMW und Mercedes-Benz
Bundesgerichtshof verhandelt im März Klimaklagen gegen zwei große Autokonzern
Deutschlands höchstes Zivilgericht, der Bundesgerichtshof (BGH), wird im kommenden März über Klimaklagen gegen BMW und Mercedes-Benz verhandeln. Das Gericht entscheidet dann, ob die beiden Hersteller den Verkauf von Verbrennermotoren einstellen müssen. Die Klagen wurden von der Deutsche Umwelthilfe (DUH) eingereicht, die den Konzernen vorwirft, mit ihren CO₂-Emissionen gegen Persönlichkeitsrechte zu verstoßen.
Die Verfahren begannen 2021, als die DUH-Geschäftsführer Klage gegen BMW und Mercedes-Benz einreichten. Sie argumentierten, dass die übermäßige Inanspruchnahme des verbleibenden CO₂-Budgets durch die Unternehmen ihr allgemeines Persönlichkeitsrecht verletze. Beide Klagen wurden zunächst von den Oberlandesgerichten München und Stuttgart abgewiesen.
Nun prüft der BGH, ob Privatpersonen rechtlich durchsetzen können, dass Autokonzern den Verkauf von Benzin- und Diesel-Fahrzeugen stoppen müssen. Das Urteil könnte wegweisend für ähnliche Klimaklagen in Deutschland sein. Während Greenpeace separat gegen Volkswagen wegen Klimabelangen klagt, sind bisher keine weiteren Hersteller in vergleichbaren Verfahren vor dem BGH genannt worden.
Die BGH-Entscheidung wird klären, ob Bürger Autokonzern aus Umweltschutzgründen zum Verzicht auf Verbrennermotoren zwingen können. Ein Erfolg der Kläger könnte strengere Emissionsvorgaben und weitere juristische Auseinandersetzungen mit der Automobilbranche nach sich ziehen. Die Verhandlungen sind für März nächsten Jahres angesetzt.