Viele Maisfelder - Aber eine andere Pflanze könnte Vorteile haben - Becherpflanze übertrifft Mais: Nachhaltige Alternative mit Risiken
Eine neue Studie der Universität Bayreuth deutet darauf hin, dass die Becherpflanze Mais als wichtige Energiepflanze ersetzen könnte. Forscher fanden heraus, dass sie mehr Biomasse produziert, Dürren besser widersteht und den Boden effektiver schützt. Die Ergebnisse unterstreichen ihr Potenzial für eine nachhaltige Landwirtschaft in schwierigen Klimazonen.
Laut Anna Hollweg, der Leitautorin der Studie, übertrifft die Becherpflanze Mais ab dem zweiten Jahr in der Biomasseproduktion. Im Gegensatz zu Mais muss sie nicht jährlich neu ausgesät werden und kann bis zu drei Meter hoch wachsen. Dadurch verringert sie die Bodenerosion im Herbst und Winter und bietet langfristige Stabilität für Ackerflächen.
Die tiefen Wurzeln der Pflanze verbessern ihre Dürreresistenz, da sie Wasser und Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten erschließt. Dies fördert zudem die Aktivität von Bodenmikroorganismen und stärkt so die allgemeine Bodengesundheit. Darüber hinaus nimmt die Becherpflanze Stickstoff deutlich effizienter auf und reduziert die Nitratauswaschung ins Grundwasser um bis zu 99 Prozent im Vergleich zu Mais.
Trotz dieser Vorteile gibt es Bedenken: Eine weitere Studie derselben Universität, die im Februar 2024 erscheinen soll, warnt davor, dass die Becherpflanze invasiv werden könnte. Aktuell bedeckt sie in Bayern nur 2.647 Hektar, während Mais-Silage mit über 402.300 Hektar dominiert.
Die Becherpflanze bietet klare Vorteile für die Energieerzeugung, den Bodenschutz und die Wassereinsparung. Doch ihr Potenzial, sich unkontrolliert auszubreiten, könnte eine flächendeckende Nutzung einschränken. Landwirte und Politiker müssen diese Faktoren abwägen, bevor sie ihren Anbau ausweiten.






