Bayerns Abwehrkrise: Standardsituationen werden zum Albtraum vor Arsenal-Duell
Ilja RustBayerns Abwehrkrise: Standardsituationen werden zum Albtraum vor Arsenal-Duell
Bayern München steht vor wachsenden Sorgen wegen defensiver Schwächen – besonders bei Standardsituationen. In den letzten acht Gegentoren kassierte der Rekordmeister fünfmal nach ruhendem Ball, wobei aktuelle Patzer strukturelle Mängel offenbarten. Vor dem anstehenden Champions-League-Duell mit dem FC Arsenal wird das Problem nun zum drängenden Thema.
Die Defizite traten erneut in Bayerns jüngsten Spielen zutage. Beim Spiel gegen den SC Freiburg verlor Stürmer Luis Díaz seinen Gegenspieler Yuito Suzuki aus den Augen, was den Führungstreffer nach einer Ecke ermöglichte. Später kollidierten Verteidiger Dayot Upamecano und Josip Stanišić, sodass Johan Manzambi beim zweiten Freiburger Tor nach einem weiteren Standard ungehindert abschließen konnte.
Auch Torhüter Manuel Neuer zeigte sich fehleranfällig: Ein kostspieliger Patzer gegen Union Berlin erinnerte an seinen früheren Fehler gegen Freiburg. Mittelfeldspieler Aleksandar Pavlović übt öffentlich Kritik an den wiederholten Versäumnissen bei Standards und fordert dringend Besserung.
Cheftrainer Vincent Kompany räumte die Probleme ein und gestand die Verwundbarkeit seiner Mannschaft bei ruhendem Ball ein. Vor dem Aufeinandertreffen mit Arsenal – einem Team, das für seine Stärke bei Standards bekannt ist – betonte er die Notwendigkeit größerer defensiver Disziplin. Co-Trainer Aaron Danks, zuständig für das Standardtraining, gerät zunehmend unter Druck, die Mannschaftsorganisation zu straffen.
Die Gefahr durch Arsenal ist offensichtlich: Zwölf der 20 Saisontore der Londoner entstanden nach Standardsituationen. In der Champions League überzeugte der Klub bereits mit starken Leistungen, darunter ein 5:2-Gruppensieg gegen Paris Saint-Germain und ein 1:1 im Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen. Kompany weiß, dass seine Mannschaft schnell die Kurve kriegen muss, um weitere Strafen zu vermeiden.
Mit fünf der letzten acht Gegentore nach Standards geht Bayern München mit defensiven Fragezeichen in das Champions-League-Spiel gegen Arsenal. Ob die geforderte Verbesserung gelingt, wird sich am Mittwoch zeigen – und darüber entscheiden, ob die Münchner im Wettbewerb bestehen können.