Bayern kehrt zum strikten Handyverbot an Grund- und Mittelschulen zurück
Pierre BaumMobiltelefone sollen wieder in bayerischen Schulen bis zur 8. Klasse verboten werden - Bayern kehrt zum strikten Handyverbot an Grund- und Mittelschulen zurück
Bayern führt ein striktes Handyverbot an Schulen wieder ein und kehrt damit eine vor vier Jahren beschlossene Lockerung um. Die neuen Regeln gelten für Schülerinnen und Schüler bis einschließlich der siebten Klasse an allen Schulformen im Freistaat.
Die Entscheidung traf das bayerische Kabinett auf Grundlage einer Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vom vergangenen September. Damit wird nach einer Phase der weniger strengen Umsetzung zu schärferen Vorschriften zurückgekehrt.
Das Verbot erstreckt sich auf alle weiterführenden Schulen, auch auf solche, die bisher mehr Flexibilität zuließen. Ausnahmen gibt es nur, wenn die Geräte für den Unterricht benötigt werden oder Lehrkräfte ausdrücklich die Erlaubnis erteilen.
Neben den Handyregelungen sieht die Gesetzesnovelle auch vor, dass die kombinierten Klassen für die Jahrgangsstufen fünf und sechs an Mittelschulen dauerhaft eingeführt werden.
Trotz der verschärften Vorgaben wird die Änderung voraussichtlich kaum spürbare praktische Auswirkungen haben. Viele Schulen in Bayern setzen bereits ähnliche Beschränkungen eigenverantwortlich um.
Das Verbot betrifft gezielt Schüler der fünften bis siebten Klasse; für andere Jahrgangsstufen sind vorerst keine strengeren Maßnahmen geplant. Zwar hat die CDU bundesweit ein Verbot privater digitaler Geräte bis zur zehnten Klasse vorgeschlagen, doch kein anderes Bundesland hat bisher vergleichbare Regelungen eingeführt.






