Bayerische Regionalzüge brechen 2024 alle Fahrgastrekorde dank Deutschlandticket
Klaus-Dieter PohlBayerische Regionalzüge brechen 2024 alle Fahrgastrekorde dank Deutschlandticket
Bayerische Regionalzüge verzeichnen Rekordzuwachs bei Fahrgastzahlen 2024
Die Regionalzüge in Bayern haben 2024 einen deutlichen Anstieg der Fahrgastzahlen erlebt und damit alle bisherigen Rekorde gebrochen. Der Boom folgt auf die Einführung des Deutschlandtickets, des 49-Euro-Monatstickets für den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr. Experten hatten trotz anhaltender Probleme mit der Qualität der Schieneninfrastruktur nicht mit einem derart raschen Anstieg gerechnet.
Die beförderten Personenkilometer in bayerischen Regional- und Nahverkehrszügen stiegen von 10,33 Milliarden im Jahr 2023 auf 11,96 Milliarden im Jahr 2024 – ein Plus von 15,7 Prozent. Besonders stark war das Wachstum außerhalb der Großstädte wie München und Nürnberg, wo einige Strecken Zuwächse von über 20 Prozent verzeichneten. Auch in den S-Bahn-Netzen stieg die Nachfrage, was unter anderem auf die zunehmende Verbreitung von Homeoffice zurückzuführen ist.
Den stärksten Anstieg gab es auf der Expresslinie Coburg–Bamberg, wo die Personenkilometer um 112 Prozent in die Höhe schnellten. Dieser extreme Zuwachs ist auf neue Verbindungen und Streckenausbau zurückzuführen. Bayernweit nutzten Fahrgäste das Deutschlandticket vermehrt für längere Strecken, darunter Regionalexpresszüge und Fahrten zu touristischen Zielen.
Verkehrsminister Christian Bernreiter führte den Boom auf das günstige Ticket zurück. Er erwartet, dass der Trend auch nach der geplanten Preiserhöhung des Deutschlandtickets im Jahr 2026 anhalten wird. Bundesweit nutzten Ende 2025 bereits 14,6 Millionen Menschen das Angebot, mit der höchsten Verbreitung in Hamburg, Berlin und Bremen.
Die bayerischen Schienennetze transportierten 2024 fast 12 Milliarden Personenkilometer – ein neuer Rekord. Das Deutschlandticket hat die Nachfrage vor allem auf Strecken außerhalb der Ballungsräume befeuert. Nun steht die Politik vor der Herausforderung, die Servicequalität zu erhalten, während immer mehr Pendler auf Regionalzüge angewiesen sind.






