17 March 2026, 16:23

Augsburgs römische Schätze erhalten 2033 ein neues Museumszuhause

Außenansicht des Deutschen Museums in Berlin, das eine große Glasfassade mit Säulen, ein Namensschild, eine Anzeigetafel mit Bildern und Text sowie umliegende Strukturen, Bäume und Himmel zeigt.

Grüne Ampel: Bayern stellt 30 Millionen Euro für Römisches Museum bereit - Augsburgs römische Schätze erhalten 2033 ein neues Museumszuhause

Augsburg bekommt neues Römermuseum nach 30-Millionen-Förderung aus München

Die Stadt, einst eine der bedeutendsten römischen Siedlungen nördlich der Alpen, verfügt seit 2012 über kein eigenes Museum mehr. Nun soll bis 2033 ein Neubau entstehen – vorbehaltlich der endgültigen Zustimmung des Stadtrats.

Geplant ist das Museum im ehemaligen Gefängniskomplex in der Karmelitengasse. Der Standort wird eng mit der Landesausstellung "Römisches Bayern" verknüpft sein, die von der Archäologischen Staatsammlung München kuratiert wird.

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Jahrzehntelange archäologische Grabungen in Augsburg haben wertvolle Zeugnisse der römischen Vergangenheit ans Licht gebracht. 1986/87 stießen Schüler im Rahmen eines Schulprojekts im Stefansgarten zufällig auf ein seltenes römisches Mosaik. Weitere Ausgrabungen förderten ein prächtiges römisches Gebäude zutage und bestätigten die Bedeutung der Stadt als "Augusta Vindelicum" (1.–4. Jahrhundert n. Chr.). Das restaurierte Mosaik, das kürzlich nach Augsburg zurückkehrte, soll künftig im Zentrum der neuen Ausstellung stehen.

Die bayerische Landesregierung übernimmt die Hälfte der Kosten und stellt ein staatliches Grundstück für den Bau zur Verfügung. Dies folgt auf die Schließung des letzten Augsburger Römermuseums 2012 wegen baulicher Mängel. Seither sucht die Stadt nach einem Ersatz, um ihr verborgenes Erbe und künftige Funde aus laufenden Bauprojekten zu präsentieren.

Bei Genehmigung soll das Museum 2033 eröffnet werden und den Augsburger Römerschätzen eine dauerhafte Heimat bieten. Das Projekt stärkt zudem die Verbindung zur übergreifenden Ausstellung "Römisches Bayern". Die finanzielle und grundstücksbezogene Unterstützung des Freistaats unterstreicht das starke Engagement für die Bewahrung der antiken Geschichte der Stadt.

Quelle