Aggressiver Schwarzfahrer bedroht Zugbegleiter und flieht vor Polizei in Bingen
Susi DrubAggressiver Schwarzfahrer bedroht Zugbegleiter und flieht vor Polizei in Bingen
Ein 43-jähriger Mann hat auf einem Regionalzug in der Nähe von Bingen für einen Zwischenfall gesorgt, nachdem er ohne gültigen Fahrschein angetroffen wurde. Gegen 9:30 Uhr geriet er während einer routinemäßigen Ticketkontrolle im Regionalzug 26 in Streit mit dem Zugbegleiter, den er verbal beleidigte und bedrohte.
Der Schaffner kontrollierte gerade die Fahrkarten, als der Mann aggressiv wurde. Er beschimpfte den Mitarbeiter und drohte ihm, woraufhin der Zugbegleiter die Polizei alarmierte. Als der Zug am Hauptbahnhof Bingen eintraf, erwarteten den Mann bereits Beamte.
Bei dem Täter handelt es sich um einen deutschen Staatsbürger, der den Behörden bereits bekannt war. Gegen ihn lagen zwei offene Fahndungsersuchen wegen Sachbeschädigung und Betrugs vor. Die Polizei konnte ihn identifizieren und erteilte ihm ein Hausverbot für den Bahnbereich, doch der Mann flüchtete auf die Gleise und verließ das Gelände. Selbst als die Beamten ihn ansprachen, setzte er sein aggressives Verhalten fort.
Durch den Vorfall kam es zu keinen Zugausfällen. Die Behörden haben nun zusätzliche Ermittlungsverfahren wegen Schwarzfahrens, Beleidigung und Bedrohung eingeleitet. Zudem drohen ihm verwaltungsrechtliche Konsequenzen, da er unbefugt das Gleis betreten hatte.
Der Mann ist weiterhin auf freiem Fuß, muss sich jedoch wegen mehrerer Straftaten verantworten – darunter sein Verhalten im Zug, das Schwarzfahren sowie das unbefugte Betreten der Gleisanlagen. Der Fall wirft erneut Fragen zum Umgang mit bereits bekannten Straftätern im öffentlichen Nahverkehr auf.
