AfD scheitert mit umstrittenem Pfand-Erhöhungsplan im bayerischen Landtag
Susi DrubAfD's Bemühung um höhere Pfand auf Bierkisten scheitert - AfD scheitert mit umstrittenem Pfand-Erhöhungsplan im bayerischen Landtag
Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) scheiterte im bayerischen Landtag mit einem Antrag, die Pfandgebühren für Mehrwegflaschen und Getränkekisten zu erhöhen. Der Vorschlag sah vor, das Pfand auf Glasflaschen auf 25 Cent und auf Kisten auf 5 Euro anzuheben. Kritiker aus mehreren Parteien wiesen den Plan als schlecht durchdacht und wirkungslos zurück.
Die AfD argumentierte, höhere Pfandbeträge würden die Vermüllung in Innenstädten verringern und Verletzungen durch Glasscherben eindämmen. Harald Meußgeier, AfD-Abgeordneter, behauptete, sinkende Rückgabequoten kosteten bayerische Brauereien jährlich 200 Millionen Flaschen und eine Million Kisten. Die Partei forderte die Landesregierung zudem auf, sich auf Bundesebene für die Änderung einzusetzen.
Der Verband Privater Brauereien Bayerns hatte sich bereits von dem Antrag distanziert, obwohl die AfD dessen Unterstützung behauptet hatte. Laura Weber von den Grünen nannte den Vorschlag "asozial und unterste Schublade" und argumentierte, er stelle höhere Pfandgebühren fälschlich als Lösung für Altersarmut dar. Die Grünen bestanden darauf, dass die Getränkeindustrie – und nicht die Politik – die Pfandhöhe festlegen solle.
Die Christlich-Soziale Union (CSU) bezeichnete den Plan als reine Symbolpolitik ohne praktischen Nutzen. Sowohl die CSU als auch die Freien Wähler und die Sozialdemokraten (SPD) lehnten den Antrag ab. Die Bundesregierung hatte ähnliche Forderungen bereits mehrfach zurückgewiesen mit der Begründung, das bestehende System funktioniere gut und höhere Gebühren würden Verbraucher unnötig belasten, ohne messbare ökologische Vorteile zu bringen.
Der AfD-Antrag wurde von einer Mehrheit der Fraktionen im bayerischen Landtag abgelehnt. Auch die Bundesregierung hält an ihrer Ablehnung höherer Pfandgebühren fest und verweist auf ausreichende Recyclingquoten und Verbraucherschutz. Der Vorschlag wird in seiner aktuellen Form nicht weiterverfolgt.






