06 April 2026, 20:17

Zugspitze kämpft gegen Sticker-Flut: Gipfelkreuz wird restauriert

Eine Gruppe von Menschen mit Masken, die eine Schilder tragen, die "Zusammen für Klima und Natur" lautet, gehen eine Straße entlang, mit Fahrzeugen, Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Zugspitze kämpft gegen Sticker-Flut: Gipfelkreuz wird restauriert

Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze, steht vor einem ungewöhnlichen Problem: Ihr Gipfelkreuz ist mit Hunderten von Aufklebern überzogen. Was 2008 mit einigen wenigen Stickern begann, hat sich mittlerweile zu einer dicken Schicht aus Touristensouvenirs entwickelt – die Behörden sehen sich nun zum Handeln gezwungen.

Anfangs war das Problem noch überschaubar. 2008 zählte man gerade einmal drei Aufkleber auf dem vergoldeten Gipfelkreuz. Bis 2017 stieg die Zahl auf etwa 70 an. Heute ist das Kreuz von drei Schichten aus Stickern überzogen – eine Restaurierung dringend notwendig.

Gipfelkreuze wie dieses dienten ursprünglich als Wettermarkierungen oder Grenzzeichen, bevor sie zu christlichen Symbolen wurden. Doch die Tradition, Aufkleber zu hinterlassen, setzt das Zugspitzkreuz zunehmend der Gefahr aus. Das bayerische Staatsministerium hat nun Maßnahmen ergriffen, um zu verhindern, dass Touristen weitere Sticker anbringen.

Die Entfernung der Aufkleber ist kein einfaches Unterfangen. Die Meisterschmiedin Andrea Würzinger wird mindestens zwei Wochen damit verbringen, die Sticker vorsichtig zu entfernen, bevor das Kreuz neu vergoldet wird. Um künftige Schäden zu vermeiden, hat die Bayerische Zugspitzbahn ein kleineres Replikat des Kreuzes in der Nähe aufgestellt. Besucher können ihre Aufkleber nun dort anbringen.

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Die Restaurierungsarbeiten werden zwar Zeit in Anspruch nehmen, doch das Ziel ist klar: das historische Kreuz zu schützen und gleichzeitig die Traditionen der Touristen zu bewahren. Mit dem neuen Replikat hoffen die Verantwortlichen, dass das Gipfelkreuz in Zukunft frei von Aufklebern bleibt.

Quelle