Windpark Veitsbronn kämpft seit 2016 mit finanziellen Turbulenzen und fehlendem Eigenkapital
Susi DrubWindpark Veitsbronn kämpft seit 2016 mit finanziellen Turbulenzen und fehlendem Eigenkapital
Ein kleiner Windpark bei Veitsbronn ist seit 2016 in Betrieb. Er besteht aus zwei Windkraftanlagen des Herstellers VenSol und wird von der Windpark Veitsbronn Projekt ApS & Co. KG mit Sitz in Babenhausen (Schwaben) betrieben. Das Projekt stand von Anfang an vor finanziellen Herausforderungen.
Die Planung des Windparks begann noch unter dem damaligen Bürgermeister von Veitsbronn. Die Bauarbeiten wurden 2016 abgeschlossen, doch eine offizielle Einweihungsfeier fand nie statt. Der aktuelle Bürgermeister, Marco Kistner, betont, dass es sich nicht um ein Bürgerprojekt handelt.
Der Betreiber, die Windpark Veitsbronn Projekt ApS & Co. KG, beschäftigt keine Mitarbeiter und weist für die Jahre 2023 und 2024 kein Eigenkapital aus. Zudem beläuft sich der nicht gedeckte Verlustanteil für die Kommanditisten auf rund 51.700 Euro. Ein Bericht des Verbraucherschutzforums Berlin verzeichnet zwar eine leichte Verbesserung der finanziellen Stabilität des Unternehmens, diese bleibt jedoch weiterhin schwach.
Lokale Investoren aus Veitsbronn sind von den finanziellen Problemen weitgehend unberührt. Da eine Bürgerbeteiligung nie eingeführt wurde, haben Anwohner keine direkte Verbindung zum Projekt.
Der Windpark läuft weiterhin mit seinen beiden Anlagen. Die finanzielle Lage bleibt prekär – ohne Eigenkapital und mit anhaltenden Verlusten. Da es keine Bürgerbeteiligung gibt, spüren die Einwohner die Schwierigkeiten des Betreibers nicht direkt.
