Wero startet durch: Neuer Bezahldienst fordert PayPal mit 80 % günstigeren Gebühren heraus
Pierre BaumZahlungsdienst Wero bald für den Online-Einkauf verfügbar - Wero startet durch: Neuer Bezahldienst fordert PayPal mit 80 % günstigeren Gebühren heraus
Neuer Bezahldienst Wero startet – und stellt PayPal Konkurrenz
Dieses Sommer startete mit Wero ein neuer Bezahldienst, der etablierte Anbieter wie PayPal herausfordern will. Entwickelt von der European Payments Initiative (EPI), bietet er günstigere Transaktionen und ist bereits in drei Ländern aktiv. Zu den frühen Unterstützern zählen deutsche Großbanken wie die Deutsche Bank und die Postbank.
Seit Juni 2024 ist Wero auf dem Markt – getragen von der EPI. Der Dienst ist derzeit in Frankreich, Deutschland und Belgien verfügbar und erreicht dort 43 Millionen Nutzer. Allein in Deutschland haben sich bereits 1,3 Millionen Menschen registriert.
Die Plattform ermöglicht mobile Peer-to-Peer-Zahlungen, ähnlich wie PayPal in den USA. Die Gebühren liegen jedoch deutlich niedriger: Sie sind um 75 bis 80 Prozent günstiger als bei Kreditkarten oder anderen Zahlungsanbietern. Dieser Kostenvorteil hat das Interesse von Genossenschaftsbanken geweckt, die in den kommenden Monaten mit einem starken Nutzerzuwachs rechnen.
Die Expansionspläne laufen bereits auf Hochtouren: Noch in diesem Herbst sollen Online-Shopping-Zahlungen möglich sein. Bis 2026 oder 2027 will Wero zudem Transaktionen im stationären Handel unterstützen und so seine Reichweite weiter ausbauen.
Die Einführung von Wero markiert einen wichtigen Schritt hin zu bezahlbaren digitalen Zahlungen in Europa. Mit großen deutschen Banken als Partner und Plänen für eine breitere Nutzung könnte der Dienst bald zur Standardwahl für Verbraucher und Unternehmen werden. Die niedrigeren Gebühren und die wachsende Verfügbarkeit könnten das Zahlungsverhalten in der Region nachhaltig verändern.






