Wasserwirtschaftsverband WWA steht vor radikaler Neuordnung und Mitgliederschwund
Klaus-Dieter PohlWasserwirtschaftsverband WWA steht vor radikaler Neuordnung und Mitgliederschwund
Wasserwirtschaftsverband (WWA) steht vor tiefgreifenden Umstrukturierungen
Nach Jahren der Bewirtschaftung von Gewässern in einer weitläufigen Region steht der Wasserwirtschaftsverband (WWA) vor umfassenden Veränderungen. Nachdem 36 Kommunen für die Fortführung des Verbands gestimmt haben, werden nun seine Strukturen und Aufgaben neu ausgerichtet, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Die Anpassungen fallen in eine Phase des Übergangs: Der langjährige Geschäftsführer Klaus Weindl wird nach Abschluss zentraler Bauprojekte in den Ruhestand treten.
Aktuell ist der WWA für die Unterhaltung aller Gewässer dritter Ordnung zwischen Donau, Isar und Abens zuständig. Doch die zunehmende Komplexität der Aufgaben hat den Verband dazu veranlasst, seine Arbeitsbereiche und die Mitgliedschaft neu zu ordnen. Am Ende des Prozesses werden nur noch drei Gemeinden im Landkreis Dingolfing-Landau verbleiben – die Gesamtzahl der Mitglieder reduziert sich damit auf 16.
Um die finanzielle Belastung während der Umstrukturierung zu verringern, werden bis zum Abschluss der Neuausrichtung keine Verbandsbeiträge erhoben. Danach müssen die verbleibenden Mitglieder sowohl Verwaltungs- als auch Baukosten tragen. Der Haushalt des WWA beläuft sich in diesem Jahr auf 607.150 Euro für die Verwaltung und 251.100 Euro für Investitionen.
Unterdessen hat das Ingenieurbüro Dietlmeier nach jahrelanger Zusammenarbeit seine Tätigkeit für den WWA beendet. Im Landkreis Kelheim übernimmt künftig der lokale Landschaftspflegeverband die Gewässerunterhaltung vom WWA. Geschäftsführer Klaus Weindl wird sein Amt erst niederlegen, wenn die noch ausstehenden Bauarbeiten in den Abschnitten 10 und 48 abgeschlossen sind.
Die Neuordnung des WWA führt zu einer Verringerung der Mitgliederzahl und einer Anpassung der finanziellen Beiträge der verbleibenden Kommunen. Die örtlichen Behörden in Kelheim übernehmen künftig die Gewässerpflege, während der scheidende Geschäftsführer sicherstellt, dass laufende Projekte finalisiert werden. Ziel der Veränderungen ist es, die Abläufe angesichts der wachsenden Herausforderungen in der Region effizienter zu gestalten.






