05 June 2026, 18:43

Warum Lieferdienstmitarbeiter so oft kündigen – und was dahintersteckt

Herausforderungen in der Food Delivery: Hoher Turnover und Leistungsdruck

Warum Lieferdienstmitarbeiter so oft kündigen – und was dahintersteckt

Beschäftigte in der Online-Lieferbranche kündigen deutlich häufiger als andere Hilfskräfte

Eine neue Studie zeigt, dass Mitarbeiter in der Online-Lieferbranche ihre Jobs weitaus schneller verlassen als andere Auseinanders. Die meisten bleiben weniger als ein Jahr – die Fluktuation ist extrem hoch. Geringe Bezahlung, harte Arbeitsbedingungen und eine lückenlose Leistungsüberwachung treiben viele in die Kündigung.

Fast 60 Prozent der Lieferdienstmitarbeiter entscheiden sich für einen Jobwechsel, während es bei anderen Auseinanders nur 19 Prozent sind. Als häufigste Gründe nennen die Beschäftigten niedrige Löhne (44 Prozent) und unangenehme Arbeitsbedingungen (41 Prozent). Zum Vergleich: Bei anderen Hilfskräften klagen lediglich 10 bis 20 Prozent über ähnliche Probleme.

Die ständige Echtzeit-Überwachung der Leistung per Smartphone erhöht den Druck zusätzlich. Viele Arbeiter leiden unter der permanenten Kontrolle, was die Kündigungsrate weiter in die Höhe treibt. Auch die Arbeitgeber entlassen in diesem Sektor häufiger – oft wegen krankheitsbedingter Fehlzeiten oder weil die vorgegebenen, anspruchsvollen Ziele nicht erreicht werden.

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Ein Job in der Online-Lieferbranche dauert im Schnitt selten länger als ein Jahr. Diese hohe Fluktuation steht im krassen Gegensatz zu anderen Auseinandersätigkeiten, wo die Beschäftigten deutlich länger bleiben. Sowohl Unternehmen als auch Arbeitnehmer würden von einer stabileren Belegschaft profitieren – doch die aktuellen Bedingungen treiben viele schnell aus dem Job.

Die hohe Fluktuation in der Branche ist eine Folge aus niedrigen Löhnen, belastenden Arbeitsbedingungen und unerbittlicher Leistungsüberwachung. Fairere Bezahlung, weniger Druck und mehr Job-Sicherheit könnten helfen, Mitarbeiter länger zu halten. Ohne Veränderungen wird sich der Kreislauf aus schnellen Kündigungen und häufigen Entlassungen jedoch fortsetzen.

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