Wahlmanipulation in Düdingen: Ermittlungen wegen verdächtiger Stimmzettel eingeleitet
Ilja RustWahlmanipulation in Düdingen: Ermittlungen wegen verdächtiger Stimmzettel eingeleitet
In Düdingen ermitteln die Behörden wegen des Verdachts auf unzulässige Stimmensammlung bei den jüngsten Kommunalwahlen. Der Fall wurde bekannt, nachdem Wahlhelfer Dutzende Stimmzettel mit auffällig ähnlicher Handschrift entdeckt hatten. Die Angelegenheit wurde inzwischen der Staatsanwaltschaft zur weiteren Prüfung vorgelegt.
Die Unregelmäßigkeiten traten vergangenen Sonntag zutage, als das Wahlamt die Stimmen für den Generalrat zählte – das 50 Sitze zählende lokale Parlament von Düdingen. Mitarbeiter stellten fest, dass mehrere Dutzend Stimmzettel eine frappierend identische Handschrift aufwiesen, was Bedenken hinsichtlich einer möglichen Manipulation weckte.
Das Wahlamt meldete die Feststellungen umgehend der Bezirksverwaltung der Region Sense. Von dort aus wurde der Fall an die Freiburger Staatsanwaltschaft weitergeleitet, die mittlerweile ein offizielles Ermittlungsverfahren eingeleitet hat.
Die Praxis der Stimmensammlung – bei der Dritte mehrere Stimmzettel einsammeln und einreichen – ist in der Schweiz verboten. Gemäß Artikel 282bis des Schweizer Strafgesetzbuchs können Verurteilte mit Geldstrafen rechnen. Die Ermittler prüfen nun, ob das mutmaßliche Fehlverhalten Einfluss auf das Wahlergebnis hatte.
Die Staatsanwaltschaft wird die Beweislage auswerten, um festzustellen, ob gegen Gesetze verstoßen wurde. Sollte sich der Verdacht bestätigen, könnte dies zu Sanktionen für die Beteiligten führen. Wie lange die Ermittlungen dauern werden, ließ die Behörde bisher offen.






