09 May 2026, 12:17

Volks- und Raiffeisenbanken wagen vorsichtigen Einstieg in den Kryptohandel

Tortendiagramm, das die Marktkapitalisierungen von Kryptowährungen im Jahr 2016 zeigt, mit Abschnitten für Bitcoin, Ethereum, Litecoin und andere Kryptowährungen auf einem weißen Hintergrund.

Volks- und Raiffeisenbanken wagen vorsichtigen Einstieg in den Kryptohandel

Deutsche Volks- und Raiffeisenbanken rücken näher an den Handel mit Kryptowährungen heran. Eine neue technische Plattform der DZ Bank steht nun allen angeschlossenen Instituten zur Verfügung. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer wachsenden Nachfrage nach digitalen Vermögenswerten – trotz Bedenken hinsichtlich der damit verbundenen Risiken und der starken Kursschwankungen.

Fast drei Viertel (71 Prozent) der deutschen Volksbanken prüfen derzeit Möglichkeiten, Kryptowährungsdienstleistungen einzuführen. Davon planen ein Drittel (33 Prozent), innerhalb der nächsten fünf Monate Handelsoptionen anzubieten. Weitere 17 Prozent rechnen damit, dass es zwei Jahre oder länger dauern wird, bis Kunden auf solche Dienstleistungen zugreifen können.

Der Vorstoß folgt auf die Fertigstellung einer technischen Plattform der DZ Bank, die Kryptotransaktionen unterstützen soll. Diese Infrastruktur ist nun für alle Volks- und Raiffeisenbanken zugänglich und räumt damit ein zentrales Hindernis für eine breitere Einführung aus dem Weg. Cornelius Riese, Vorstandsvorsitzender der DZ Bank, räumt ein, dass Kryptowährungen nach wie vor hochriskante Anlagen seien, betont jedoch, dass sie eine klare Marktnachfrage bedienten.

Bitcoin, der bekannteste digitale Vermögenswert, steht weiterhin in der Kritik. Sein Kurs schwankt stark, und Zentralbanker haben wiederholt erklärt, dass es sich nicht um eine echte Währung handele. Dennoch bleibt das Interesse von Anlegern und Finanzinstituten ungebrochen.

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Mit der nun verfügbaren Plattform der DZ Bank bereiten sich viele Volks- und Raiffeisenbanken darauf vor, in den Kryptomarkt einzusteigen. Einige Kunden könnten bereits in wenigen Monaten Zugang zum Handel erhalten, während andere noch Jahre warten müssen. Der Schritt spiegelt den Spagat wider, den die Institute zwischen der Befriedigung der Kundennachfrage und dem Management der mit digitalen Währungen verbundenen finanziellen Risiken vollziehen müssen.

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