14 March 2026, 06:38

Verbotene Gipfel: Warum die Demelspitze und andere Berge unbestiegen bleiben

Eine topografische Karte der Bayerischen Alpen auf einem schwarzen Hintergrund, die Erhebungen, Konturen und beschriftete geographische Merkmale anzeigt.

Verbotene Gipfel: Warum die Demelspitze und andere Berge unbestiegen bleiben

Kletterer sehen sich weiterhin Einschränkungen an einigen der berühmtesten Gipfel der Welt gegenüber. In Deutschland ist die Demelspitze – einst ein beliebtes Ziel – seit 2013 wegen Steinschlaggefahr gesperrt. Selbst in gut erschlossenen Gebirgszügen wie den Alpen bleiben bestimmte Gipfel geschlossen, während andere, etwa im Himalaya, aus kulturellen Gründen nicht bestiegen werden dürfen.

Die Demelspitze, oft als "Matterhorn von Lenggries" bezeichnet, wurde nach geologischen Untersuchungen gesperrt, die schwere Instabilitäten am Gipfel aufzeigten. Die Behörden verhängten 2013 ein Kletterverbot, das bis heute gilt. Die gesamte Südwand und der Gipfelbereich sind unzugänglich, doch Steinschläge haben unwissentlich neue Routen im bewaldeten Nordbereich entstehen lassen.

Diese neu entstandenen Kletterspots bieten unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und liegen im Schatten – ideal an wärmeren Tagen. Allerdings bleiben sie aufgrund der steilen und langen Zustiege im Vergleich zu beliebteren Felsformationen eher ruhig.

Jenseits der Alpen bleiben manche Gipfel aus anderen Gründen unbestiegen. Der Kailash in Tibet und der Machapuchare in Nepal gelten als heilig, ihr Besteigen ist streng verboten. Selbst in intensiv erkundeten Regionen sorgen Sicherheitsbedenken oder kulturelle Bedeutung dafür, dass bestimmte Gipfel unberührt bleiben.

Das Kletterverbot an der Demelspitze zeigt, wie Naturgefahren den Zugang zu bekannten Bergen dauerhaft verändern können. Gleichzeitig bieten die neu entstandenen Routen in der Nähe Alternativen – wenn auch ihre abgelegene Lage die Besucherzahlen begrenzt. Bei anderen unbestiegenen Gipfeln sorgen religiöse und kulturelle Schutzbestimmungen dafür, dass sie von Bergsteigern verschont bleiben.

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