08 June 2026, 12:22

US-Bitcoin-Miner kämpfen um Überleben gegen Zölle und Energiekosten

Bitcoin-Miner verkauften über 40% ihrer BTC-Guthaben im M├Ąrz

US-Bitcoin-Miner kämpfen um Überleben gegen Zölle und Energiekosten

Bitcoin-Mining-Unternehmen in den USA kämpfen mit steigenden Kosten und Marktinstabilität Hohe Handelszölle, explodierende Energiepreise und sinkende Kryptowährungskurse zwingen viele Firmen dazu, ihre Reserven in Rekordhöhe zu veräußern.

Die Branche droht langfristige Schäden zu erleiden, falls die geplanten 24-Prozent-Zölle auf Mining-Hardware in Kraft treten – und damit der US-Anteil am globalen Markt gefährdet wird. Im März verkauften börsennotierte Bitcoin-Miner über 40 Prozent der von ihnen geschürften Coins – der größte monatliche Abverkauf seit Oktober 2024. Der Schritt erfolgte, als die Unternehmen versuchte, finanzielle Engpässe angesichts stark fallender Bitcoin-Kurse auszugleichen. Nach einem Rückgang um 17,39 Prozent im Februar verlor die Kryptowährung im März weitere 2,3 Prozent, was die Volatilität weiter verschärfte.

Handelskonflikte haben die Lage zusätzlich zugespitzt: Lieferketten sind gestört, die Hardwarekosten steigen. Wie Kristian Csepcsar, Chief Marketing Officer des Unternehmens Braiins, betont, kann die USA nicht alle notwendigen Mining-Komponenten selbst herstellen. Angesichts der drohenden Zölle könnten viele Firmen sich die benötigte Ausrüstung schlicht nicht mehr leisten – und damit aus dem Markt gedrängt werden.

Jaran Mellerud, CEO von Hashlabs, warnt, dass höhere Kosten Chancen ins Ausland verlagern könnten. Falls US-Miner ihre Aktivitäten zurückfahren, könnten Hardware-Lieferanten ihre Geräte zu günstigeren Konditionen in andere Länder umleiten. Dies würde die Position der USA in einem ohnehin hart umkämpften Sektor weiter schwächen.

Die Probleme beschränken sich jedoch nicht auf Zölle. Explodierende Energiekosten, logistische Verzögerungen und ein intensiver Wettbewerb pressen die Gewinnmargen. Viele Unternehmen stehen vor einer ungewissen Zukunft, während makroökonomische Instabilität die finanzielle Belastung verstärkt.

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Die Kombination aus Handelsstreitigkeiten, hohen Betriebskosten und dem Bitcoin-Kursverfall hat die US-Miner in eine prekäre Lage gebracht. Sollten die geplanten 24-Prozent-Zölle tatsächlich eingeführt werden, könnte die inländische Mining-Aktivität deutlich zurückgehen. Unternehmen außerhalb der USA würden dann einen Vorteil erlangen – und die globale Mining-Landschaft neu gestalten.

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