30 March 2026, 14:22

THW testet Kriegsvorbereitung bei Großübung Blaue Chamäleon in Nürnberg

Luftaufnahme eines Besatzungsarmee-Lagers mit Zelten, Menschen, Wasser, Hügeln und Himmel, mit Text unten.

THW testet Kriegsvorbereitung bei Großübung Blaue Chamäleon in Nürnberg

Großübung der THW in Nürnberg: "Blaue Chamäleon" testet Kriegsvorbereitung

Das Technische Hilfswerk (THW), die Bundesanstalt für zivilen Bevölkerungsschutz, hat kürzlich in Nürnberg eine großangelegte Übung durchgeführt. Unter dem Namen Blaue Chamäleon prüfte die Organisation ihre Einsatzbereitschaft für Kriegsszenarien. Die dreitägige Übung integrierte Erkenntnisse aus dem Ukraine-Krieg, darunter Drohnenbedrohungen und die Bewältigung von Massenverletzten.

In der Simulation wurde ein Konflikt entlang der östlichen NATO-Grenze nachgestellt, bei dem auch deutsche Gebiete durch Luftangriffe bedroht wurden. THW-Einheiten übten die Evakuierung verletzter Zivilisten aus Gebäuden sowie die Instandsetzung kritischer Infrastruktur unter Beschuss. Neue Ausbildungsstandards, die seit 2022 eingeführt wurden, legten besonderen Wert auf Resilienz gegen Cyberangriffe, Artilleriebeschuss und hybride Kriegsführung.

Am letzten Tag verließen rund 25 Einsatzfahrzeuge den Übungsplatz. Die THW, die in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen im Rettungsdienst feiert, hat ihre Richtlinien auf Basis realer Konflikte aktualisiert. Gemeinsame Übungen mit der Bundeswehr umfassen nun Drohnenabwehr und die schnelle Versorgung von Verletzten.

Die Übung machte zudem auf die Gefahren für Rettungskräfte aufmerksam und betonte verbesserte Maßnahmen zum Eigenschutz. Lennart Petersen von der THW-Landesgeschäftsstelle Bayern in Nürnberg stand als Ansprechpartner für die Übung zur Verfügung. Weitere Informationen sind auf der Website des Verbandes unter lv-by.thw.de abrufbar.

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Die Übung Blaue Chamäleon spiegelt die Weiterentwicklung der THW-Strategien angesichts moderner Kriegsherausforderungen wider. Durch aktualisierte Schulungen und die Zusammenarbeit mit dem Militär sollen die zivilen Schutzfähigkeiten Deutschlands gestärkt werden. Der Jahresbericht 2024 der Behörde geht detailliert auf diese Anpassungen ein.

Quelle