StrokeCap: Revolutionäres Gerät für Schlaganfall-Diagnose im Rettungswagen
Ilja RustStrokeCap: Revolutionäres Gerät für Schlaganfall-Diagnose im Rettungswagen
StrokeCap: Tragbares Gerät zur Schlaganfall-Diagnose gewinnt Medical Valley Award
Ein tragbares Diagnosegerät für Schlaganfälle mit dem Namen StrokeCap ist mit dem Medical Valley Award ausgezeichnet worden. Die Innovation stammt von einem Team der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und des Universitätsklinikums Würzburg. Das Gerät ermöglicht schnellere und strahlenfreie Untersuchungen in Notfallsituationen – ein entscheidender Fortschritt für die Akutmedizin.
Die Idee zu StrokeCap entstand durch PD Dr. Stefan Herz und Dr. Patrick Vogel, die ursprünglich an MPI-basierten Tomographen forschten. Ihnen schwebte ein Gerät vor, das die Durchblutung des Gehirns in Echtzeit sichtbar machen kann. Mittlerweile umfasst das Team Dr. Moriz Herzberg, Teresa Reichl, Johanna Günther, Dr. Martin Rückert, Dr. Thomas Kampf, Andreas Wörle sowie Prof. Dr. Volker Behr, der als wissenschaftlicher Ansprechpartner fungiert.
Anders als bei herkömmlichen CT- oder MRT-Untersuchungen setzt StrokeCap auf injizierbare magnetische Nanopartikel, die sofortige Ergebnisse liefern. Der größte Vorteil: Das Gerät ermöglicht eine Schlaganfall-Diagnose bereits im Rettungswagen, sodass lebensrettende Maßnahmen früher eingeleitet werden können. Damit lässt sich wertvolle Zeit im Behandlungsprozess gewinnen.
Der Medical Valley Award bringt dem Team nicht nur Anerkennung, sondern auch eine Förderung in Höhe von 500.000 Euro sowie Mentoring. Das Geld fließt in die Weiterentwicklung des aktuellen StrokeCap-Demonstrators zu einem voll funktionsfähigen Prototypen für klinische Studien. Ziel ist es, die Schlaganfallversorgung durch portable Echtzeit-Diagnostik ohne Strahlenbelastung zu revolutionieren. Sobald der Prototyp steht, sollen die klinischen Tests beginnen.






