Stephen Colbert verlässt die Late Show – ein Wendepunkt fürs Late-Night-Fernsehen
Pierre BaumStephen Colbert verlässt die Late Show – ein Wendepunkt fürs Late-Night-Fernsehen
Große Umbrüche im Late-Night-Fernsehen: Stephen Colbert verlässt die Late Show
Mit Stephen Colberts letztem Auftritt in der Late Show steht das Late-Night-Fernsehen vor einem tiefgreifenden Wandel. Während Konkurrenten wie Seth Meyers über die Veränderungen nachdenken, füllt CBS die entstandene Lücke vorerst mit einer Übergangslösung. Meyers selbst balanciert derweil zwischen seinen Emmy-Hoffnungen und der Premiere eines Netflix-Dokumentarfilms in Madrid.
Colberts langjährige Late Show geht zu Ende – ein Einschnitt für das Genre. Als vorübergehenden Ersatz im 23:35-Uhr-Slot kündigte CBS Comics Unleashed mit Byron Allen an.
Seth Meyers, Moderator von Late Night with Seth Meyers, äußerte sich offen über den Abschied seines Kollegen. Einerseits zeige er sich traurig über Colberts Ausstieg, andererseits freue er sich auf dessen kommende Projekte – darunter die Mitarbeit am Drehbuch für den nächsten Herr der Ringe-Film.
Doch auch Meyers selbst steht vor beruflichen Meilensteinen: Seine Show ist in diesem Jahr für einen Emmy nominiert und bringt ihn damit in direkte Konkurrenz zu seinem Schwager Zach Heinzerling. Bei der Madrid-Premiere von Rafa – einer Netflix-Dokumentation über Rafael Nadal – scherzte Meyers, er werde Heinzerling „den Rücken kehren“, falls sie sich um denselben Preis streiten müssten. Der Film, dessen Veröffentlichung für den 29. Mai geplant ist, soll ebenfalls für die Emmys eingereicht werden.
Die Late-Night-Szene passt sich an Colberts Abschied an, während Meyers zwischen beruflicher Rivalität, neuen Projekten und der Aussicht auf Auszeichnungen jongliert.
Sein Ausstieg hinterlässt eine Lücke im Programm, die CBS zunächst mit einer Interimslösung schließt. Meyers hingegen durchlebt ein Wechselbad der Gefühle: zwischen Unterstützung für Colberts Zukunft und dem Druck des Emmy-Wettbewerbs. Die Rafa-Dokumentation fügt seinem vollen Terminkalender eine weitere Facette hinzu – besonders, da Netflix die Awards-Chancen des Films gezielt vorantreibt.






