Sozialversicherungsbetrug in Kaufbeuren: Zwei Arbeitgeber zu Haftstrafen verurteilt
Susi DrubSozialversicherungsbetrug in Kaufbeuren: Zwei Arbeitgeber zu Haftstrafen verurteilt
Zwei Arbeitgeber aus dem Raum Kaufbeuren sind wegen Sozialversicherungsbetrugs und illegaler Beschäftigung verurteilt worden. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Augsburg deckte den Betrug auf, durch den ein finanzieller Schaden von über 3,8 Millionen Euro entstand.
Im Mittelpunkt des Falls standen gefälschte Rechnungen in Höhe von rund 4,2 Millionen Euro, die zu Haftstrafen für die Angeklagten führten. Die Ermittlungen des Hauptzollamts Augsburg richteten sich gegen neunzehn Verdächtige in der Region Kaufbeuren. Zwei von ihnen, beide in der Baubranche tätig, wurden schuldig gesprochen, weil sie Mitarbeiter nicht bei der Sozialversicherung anmeldeten und Beiträge vorenthielten.
Einer der Angeklagten erhielt vom Landgericht München I eine fünfjährige Freiheitsstrafe. Ein weiterer gestand die volle Verantwortung und wurde zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Zudem verhängte das Gericht eine Geldstrafe von 420 Tagessätzen à 30 Euro.
Der Zoll wirbt nun im Zuge des Falls für Karrierechancen in seinen Reihen. Am 19. Juli 2025 findet ein Berufsinformationstag für Interessenten statt, die einen Einstieg als Zollbeamter in Betracht ziehen. Anmeldungen sind per E-Mail an [email protected] möglich; Ausbildungsmöglichkeiten gibt es unter www.zoll-karriere.de.
Für Medien- und Bürgeranfragen steht Tim Hagenbusch vom Hauptzollamt Augsburg als Ansprechpartner zur Verfügung.
Die Verurteilungen sind das Ergebnis langwieriger Ermittlungen zu Rechnungsfälschungen und vorenthaltenen Sozialabgaben. Der entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf über 3,8 Millionen Euro, zwei Arbeitgeber müssen nun die rechtlichen Konsequenzen tragen. Die Zollbehörde nutzt den Fall, um auf Karrierewege im Bereich der Strafverfolgung hinzuweisen und die Kontrolle in solchen Fällen zu stärken.






