Solinger Grünen begrüßen Fronhof-Umbau – doch Streit um Videoüberwachung bleibt
Ilja RustSolinger Grünen begrüßen Fronhof-Umbau – doch Streit um Videoüberwachung bleibt
Die Solinger Grünen begrüßen die jüngste Kursänderung der CDU in der Frage der städtischen Neugestaltung. Nach monatelangen Verzögerungen können die Pläne für den Fronhof-Platz nun voranschreiten – mit Verbesserungen wie Sitzgelegenheiten, Grünflächen und einem größeren Spielplatz. Skeptisch zeigt sich die Partei jedoch weiterhin gegenüber den CDU-Plänen für Videoüberwachung im Ohligser Unterführung, die sie als Eingriff in die bürgerlichen Freiheiten kritisiert.
Die CDU-Fraktion im Bezirksrat Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid hat vorgeschlagen, die Einführung von Videoüberwachung in der Ohligser Unterführung zu prüfen. Zwar unterstützt die Grüne Partei Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit, setzt sich jedoch stattdessen für städtebauliche Lösungen ein – etwa bessere Beleuchtung, eine ansprechende Gestaltung und fußgängerfreundliche Räume, die ihrer Ansicht nach wirksamer wären als Kameras.
Für den Fronhof-Platz hatten die Grünen seit Langem eine Umgestaltung gefordert, um das Stadtzentrum lebendiger zu machen. Helga Bisier, Grüne im Bezirksrat der Innenstadt, zeigte sich erleichtert, dass das Projekt nach monatelangen politischen Auseinandersetzungen nun endlich vorankommt. Als wichtige Erfolge bewertet die Partei neue Sitzmöglichkeiten, Wasserspiele, moderne Pflasterung und einen erweiterten Spielplatz – besonders für Familien.
Zuvor hatten die Grünen die zähen Debatten um den Fronhof als Zeitverschwendung kritisiert. Die erneute Bereitschaft der CDU, die Sanierung des Platzes voranzutreiben, sehen sie nun als positiven Schritt. Gleichzeitig bleiben sie bei ihrer Ablehnung von Überwachungsmaßnahmen, die die persönlichen Freiheiten einschränken könnten.
Die Neugestaltung des Fronhof-Platzes wird Sitzgelegenheiten, Grünflächen und einen größeren Spielplatz umfassen – Ziele, für die die Grünen lange gekämpft haben. Die Diskussion um die Sicherheit in der Ohligser Unterführung hingegen dauert an: Die Grünen plädieren für gestalterische Lösungen statt für Überwachung. Die Stadt steht nun vor der Herausforderung, in ihren Planungen Sicherheit und bürgerliche Freiheiten in Einklang zu bringen.






