Simon Ammann steigt überraschend aus der Vierschanzentournee aus
Klaus-Dieter PohlSimon Ammann steigt überraschend aus der Vierschanzentournee aus
Viersacher-Tournee ohne Simon Ammann: Ski-Sprung-Legende steigt nach nur einem Wettkampf aus
Der vierfache Olympische Skisprung-Champion Simon Ammann hat sich nach nur einem Wettkampf aus der 73. Vierschanzentournee zurückgezogen. Der Schweizer, der mit 43 Jahren noch immer zu den Ausnahmesportlern zählt, begründete seinen Rückzug mit der Notwendigkeit, sich nach einem schwierigen Saisonstart neu auf das Training konzentrieren zu müssen. Sein Aus fällt in eine Karriere, die über Jahrzehnte von Dominanz geprägt war – doch nun markiert er einen weiteren Rückschlag.
Dass Ammann mit seiner Form kämpft, zeigte sich bereits zu Beginn des Turniers. Beim Auftakt in Oberstdorf belegte er im Qualifikationsspringen nur Platz 51 und verpasste damit knapp die Teilnahme am Hauptwettbewerb. Zuvor hatte er bereits bei seinem Heim-Weltcup in Engelberg enttäuscht, wo er das Finale nicht erreichte.
Die Vierschanzentournee, die jährlich an vier Standorten in Deutschland und Österreich ausgetragen wird, bleibt einer der wenigen großen Titel, die dem Ausnahmesportler in seiner Laufbahn bisher verwehrt blieben. Trotz seiner beeindruckenden Bilanz – vier olympische Goldmedaillen, Weltmeistertitel und der Gesamt-Weltcupsieg – gestaltet sich die aktuelle Saison besonders holprig. Bisher schaffte er es in zehn Weltcup-Wettkämpfen nur zweimal in die Finalrunde.
Ammanns Karriere begann ausgerechnet in Oberstdorf, wo er 1997 im Alter von nur 15 Jahren erstmals Weltcup-Punkte holte. Fast drei Jahrzehnte später zieht er sich nun aus dem Turnier zurück, um neu durchzustarten. Seine Entscheidung unterstreicht die Herausforderungen, vor denen selbst Spitzenathleten stehen, wenn sie ihre Grenzen im fortgeschrittenen Karrierealter ausloten.
Mit seinem Rückzug wird sich Ammann nun voll auf das Training konzentrieren, um wieder an seine Bestform anzuknüpfen. Der Schritt folgt auf eine Reihe enttäuschender Ergebnisse in den letzten Wochen. Sein Fehlen entzieht der Vierschanzentournee einen ihrer erfolgreichsten und renommiertesten Teilnehmer – doch sein Vermächtnis im Skispringen bleibt unangetastet.






