Scharfe Kritik an geplanter Kürzung des Wohnungsgelds um eine Milliarde Euro
Pierre BaumScharfe Kritik an geplanter Kürzung des Wohnungsgelds um eine Milliarde Euro
Die Pläne der Bundesregierung, die Wohnungsgeldleistungen um eine Milliarde Euro zu kürzen, stoßen auf scharfe Kritik. Der Sozialexperte Rock warnt, dass die Einschnitte mehr als eine Million Haushalte treffen werden, die bereits mit hohen Mieten kämpfen. Er hält die Maßnahme für sowohl wirkungslos als auch schädlich für von Armut bedrohte Menschen.
Rock wies die geplante Kürzung als symbolische Geste zurück, die keine spürbare Entlastung für den Staatshaushalt bringen werde. Stattdessen nannte er gescheiterte Mietpreisbremse und explodierende Wohnkosten als eigentliche Treiber der steigenden Sozialausgaben. Viele einkommensschwache Haushalte geben bereits fast die Hälfte ihres verfügbaren Einkommens allein für Miete aus.
Der Experte widersprach auch der Begründung, hohe Wohnungsgeldkosten rechtfertigten die Kürzungen. Er warnte, dass eine Verringerung der Unterstützung mehr Menschen in die Grundsicherung drängen werde – was mögliche Einsparungen wieder zunichtemache. Rock schlug stattdessen vor, die Mieten zu senken, etwa durch Begrenzung der Ausschüttungen an Aktionäre großer Immobilienkonzerne.
Über die Wohnungsfrage hinaus äußerte Rock grundsätzliche Bedenken gegen die Sparpolitik der Regierung. Er betonte, dass gerade in Bereichen mit hohem Armutsrisiko gekürzt werde, was die Lage besonders schutzbedürftiger Gruppen weiter verschärfe.
Die geplante Kürzung der Wohnungsgeldmittel um eine Milliarde Euro würde über eine Million Haushalte betreffen. Rocks Kritik zielt darauf ab, dass die Einschnitte weder fiskalisch sinnvoll noch sozial verträglich seien. Er besteht darauf, dass eine Senkung der Mietpreise – und nicht der Sozialleistungen – der richtige Weg sei, um die Kosten zu drücken.






