Rückgang illegaler Migration in Rosenheim – doch Schleuser bleiben aktiv
Ilja RustRückgang illegaler Migration in Rosenheim – doch Schleuser bleiben aktiv
Die Bundespolizeidirektion Rosenheim verzeichnete 2024 ein ereignisreiches Jahr – mit einem spürbaren Rückgang bei Versuchen illegaler Migration. Die Beamten erfassten rund 3.300 Fälle illegaler oder versuchter Einreisen, was einem Rückgang von 30 Prozent im Vergleich zu 2023 entspricht. Trotz dieser Entwicklung blieben Herausforderungen bestehen, insbesondere beim Schleuserwesen und bei Dokumentenfälschungen.
Von den 3.300 aufgedeckten Fällen wurden etwa 1.900 Migrantinnen und Migranten die Einreise verweigert – das entspricht rund 60 Prozent derer, die offensichtlich versuchten, die Grenzen unrechtmäßig zu überqueren. Syrische Staatsangehörige stellten mit fast einem Fünftel aller Fälle die größte Gruppe dar.
Die meisten Migranten wurden bei Reisen mit dem Bus (45 Prozent) oder der Bahn (30 Prozent) aufgegriffen. Zudem deckten die Behörden etwa 210 Fälle falscher oder gefälschter Dokumente auf – ein leichter Anstieg um rund 20 Fälle gegenüber dem Vorjahr.
Schleuseraktivitäten blieben weiterhin ein Problem: Im Schnitt wurde alle vier Tage ein mutmaßlicher Schleuser gemeldet oder festgenommen. Neben der Migrationskontrolle vollstreckte die Direktion rund 370 Haftbefehle, die mit Justizschulden, ausstehenden Strafen oder drohender Inhaftierung zusammenhingen.
Drogenstraftaten gingen hingegen leicht zurück: Die Fallzahlen sanken von etwa 320 auf 290 im Jahr 2024.
Polizeidirektor Stefan Kurth betonte, dass die Bundespolizei Rosenheim das ganze Jahr über mit ständigen Anforderungen konfrontiert war. Die Zahlen zeigten zwar eine Verringerung illegaler Einreisen, doch die Probleme mit Schleusung, Dokumentenbetrug und Vollstreckungsmaßnahmen bestünden fort. Die Arbeit der Direktion spiegle sowohl Fortschritte als auch anhaltende Herausforderungen in der Grenzsecurity wider.






