02 April 2026, 00:10

Renault setzt auf Super-Hybrid-Plattform für globale Märkte ab 2028

Ein schlankes, modernes Suzuki EVX Concept-Auto mit glänzender schwarzer Lackierung, großem Kühlergrill und geschwungener Motorhaube auf der Frankfurt Motor Show ausgestellt, mit einer Tafel im Vordergrund und einer Wand im Hintergrund.

Renault setzt auf Super-Hybrid-Plattform für globale Märkte ab 2028

Renault entwickelt eine neue Fahrzeugplattform für die nächste Generation kompakter und mittelgroßer Elektroautos, die ab 2028 auf den Markt kommen soll. Das System wird auch eine "Super-Hybrid"-Antriebsoption umfassen, die einen kleinen Benzinmotor mit einem Elektromotor kombiniert, um die Reichweite zu verlängern. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer langsamer als erwartet verlaufenden Nachfrage nach rein elektrischen Fahrzeugen in bestimmten Märkten.

Ursprünglich war die Plattform als reines Elektrosystem konzipiert, wurde nun aber angepasst, um auch Hybridantriebe zu ermöglichen. Renaults Produktchef Bruno Vanel erklärte, diese Flexibilität sei notwendig, um in Regionen wettbewerbsfähig zu bleiben, in denen die Ladeinfrastruktur noch unzureichend sei. Die Anpassung zielt darauf ab, Kostenvorbehalte und praktische Herausforderungen in Märkten zu adressieren, die für eine vollständige Elektrifizierung noch nicht bereit sind.

Ein zentrales Merkmal der Hybridvariante ist das C15-Reichweitenverlängerungs-System, das der Antriebsspezialist Horse auf der IAA Mobility in München im vergangenen September vorstellte. Anders als bei herkömmlichen Hybriden treibt der 1,5-Liter-Vierzylinder-Motor des C15 die Räder nicht direkt an. Stattdessen fungiert er als Generator, der die Batterie während der Fahrt auflädt. Die gesamte Einheit ist kompakt – nicht größer als ein Aktenkoffer – und lässt sich flexibel im Fahrzeug platzieren.

Renault erwartet, dass die neue Plattform die Produktionskosten im Vergleich zur aktuellen CMF-EV-Architektur um 40 Prozent senken wird. Das erste Modell, das sie nutzen wird, ist eine Serienversion des Konzeptfahrzeugs Emblème, das weithin als möglicher Nachfolger des Mégane gilt. Mit dem System strebt der Konzern Reichweiten von über 1.000 Kilometern an, um den Übergang zur E-Mobilität zu erleichtern.

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Die Super-Hybrid-Antriebe richten sich vor allem an kostensensible Regionen mit schwächer ausgebauten Ladestationen. Renault hat Nordafrika (Marokko, Algerien), Osteuropa (Rumänien, Polen) sowie aufstrebende asiatische Märkte (Indien, Südostasien) als zentrale Zielgebiete ausgemacht. Diese Regionen gelten als ideal für die Technologie, da sie eine bessere Kraftstoffeffizienz als herkömmliche Verbrenner bietet, ohne auf eine flächendeckende Ladeinfrastruktur angewiesen zu sein.

Die neue Plattform und die Antriebsoptionen werden ab 2028 eingeführt, beginnend mit dem auf dem Emblème basierenden Modell. Renaults Ansatz vereint ehrgeizige Elektroziele mit Marktrealitäten und sorgt so für Flexibilität in Regionen, in denen eine vollständige Elektrifizierung noch nicht praktikabel ist. Die Kosteneinsparungen und die erweiterte Reichweite könnten die Verbreitung in Märkten beschleunigen, die weiterhin auf traditionelle Kraftstoffe angewiesen sind.

AKTUALISIERUNG

Renault's Super-Hybrid tech roots in Geely partnership revealed

The C15 range-extender system at the heart of Renault's new platform originated from a strategic collaboration. Horse Powertrain, the joint venture between Renault and Chinese automaker Geely, unveiled the technology at the IAA Mobility in Munich last September. This partnership enabled the development of the compact 1.5-litre engine that charges batteries without directly driving wheels. The system's design reflects shared expertise between the two automotive giants.