21 March 2026, 00:26

Regensburgs Jugendhilfe 2026: Minimale Budgeterhöhung mit kreativen Lösungen

Balkendiagramm, das den Landes- und Kommunalausgaben für Bildung zeigt, mit Balken unterschiedlicher Höhe, die die Ausgabenhöhe darstellen.

Regensburgs Jugendhilfe 2026: Minimale Budgeterhöhung mit kreativen Lösungen

Jugendhilfeausschuss in Regensburg beschließt Haushalt 2026 mit nur geringfügigen Änderungen

Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Regensburg hat seinen Haushalt für das Jahr 2026 mit nur minimalen Anpassungen gegenüber dem Vorjahr finalisiert. Die bewilligte Summe beläuft sich auf 42,034 Millionen Euro – lediglich 22.700 Euro mehr als 2025. Trotz knapper finanzieller Spielräume führte der Ausschuss gezielte Reformen und neue Maßnahmen ein, um die Kosten zu steuern und die Dienstleistungen zu verbessern.

Auf einer Sitzung am 17. März 2026 prüfte das Gremium den vorläufigen Haushaltsentwurf für die Jugendhilfe. Eine zunächst geplante Erhöhung wurde anschließend durch höhere Erstattungen externer Träger, strengere Fallprüfungen sowie die Einführung eines gepoolten Schulbegleitdienstes korrigiert. Dadurch blieb das Endergebnis nahezu unverändert gegenüber 2025.

Ein zentraler Einsparhebel betraf die individuelle Schulbegleitung. Das Jugendamt des Landkreises reduzierte die Fallzahlen 2025 auf 174, wodurch die Ausgaben auf 5,309 Millionen Euro sanken. Gleichzeitig verzichtete der Ausschuss darauf, 2025 neue Stellen für die schulbezogene Jugendsozialarbeit (JaS) zu schaffen – begründet mit der angespannten Haushaltslage. Stattdessen wurde ein bedarfsorientiertes Verteilungssystem entwickelt, das die JaS-Betreuung von 41 auf 46 Schulstandorte ausweitete, ohne zusätzliches Personal einzustellen.

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Gleichzeitig startete der Ausschuss neue Projekte, um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden. Ab Mai 2026 soll ein Pilotprojekt ambulante Sprechstunden in den Familienberatungsstellen Regenstauf und Schierling anbieten, betreut von sozialpädagogischen Fachkräften. Zudem wurde im Oktober 2025 die Beratungs-, Vermittlungs- und Schutzstelle (BVS) eingerichtet, um die zunehmend komplexen Fälle im Kinderschutz zu bewältigen.

Der endgültige Haushalt wird voraussichtlich Mitte April im Rahmen der Gesamtabstimmung des Kreishaushalts durch den Kreistag formal beschlossen.

Der Jugendhilfeetat 2026 wurde einstimmig verabschiedet und spiegelt einen Kompromiss zwischen Haushaltsdisziplin und Ausbau der Angebote wider. Durch Kostenkontrollen, gebündelte Ressourcen und zielgerichtete Reformen gelingt es dem Ausschuss, das bestehende Unterstützungsniveau zu halten und gleichzeitig neue Initiativen umzusetzen. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Kreistag, der im April über den Haushalt abstimmen wird.

Quelle