16 April 2026, 02:17

Regensburg verzichtet auf Kauf des Kaufhof-Gebäudes am Neupfarrplatz

Eine handgezeichnete Stadtansicht mit mehreren Gebäuden und einem zentralen Haus auf Papier mit zusätzlichem Text.

Regensburg verzichtet auf Kauf des Kaufhof-Gebäudes am Neupfarrplatz

Der Stadtrat von Regensburg hat sich gegen den Kauf des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes am Neupfarrplatz entschieden. Die Verantwortlichen hinterfragten den hohen Kaufpreis und äußerten Bedenken hinsichtlich der unklaren Absichten des Käufers. Stattdessen will die Stadt die Zukunft des Grundstücks nun durch strengere Planungsvorgaben gestalten.

Der Rat lehnte sein Vorkaufsrecht ab, nachdem der schlechte Bauzustand des Gebäudes begutachtet worden war. Umfassende Sanierungen wären notwendig, was den aktuellen Preis als nicht gerechtfertigt erscheinen lässt. Zudem verhindert ein Erbbaurecht auf einem Teil des Grundstücks, dass die Stadt das gesamte Areal unter den bestehenden Vertragsbedingungen erwerben kann.

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Zudem gelang es der Stadt nicht, den Käufer oder eine damit verbundene Investorengruppe zu identifizieren. Die Behörden vermuten, dass das geplante arabisch-islamische Kulturkaufhaus eher eine Taktik ist, um die Verhandlungen unter Druck zu setzen, als ein ernsthaftes Vorhaben. Als Reaktion darauf hat der Stadtrat seine Entwicklungsziele für das Gebiet überarbeitet und setzt nun auf flexible, multifunktionale Nutzungen.

Künftig sollen verschärfte Planungsauflagen die weitere Entwicklung des Gebäudes steuern. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, der allen Anwohnern der Altstadt zugutekommt. Zwar schließt die Stadt einen direkten Kauf des Grundstücks nicht grundsätzlich aus, besteht jedoch darauf, dass ein solches Geschäft nur zu günstigen Konditionen zustande kommt.

Ohne den Erwerb der Immobilie wird sich die Stadt auf ihr Planungsrecht stützen, um die Bebauung zu kontrollieren. Strengere Vorgaben sollen regeln, wie das Gebäude genutzt und umgebaut wird. Im Mittelpunkt steht für den Rat weiterhin, dass das Areal dem Gemeinwohl in der Regensburger Altstadt dient.

Quelle