Prien will soziale Medien für Kinder und Jugendliche strenger regulieren – doch wie?
Susi DrubPrien will soziale Medien für Kinder und Jugendliche strenger regulieren – doch wie?
Bundesfamilienministerin Karin Prien hat die Pläne für strengere Regeln in sozialen Medien für junge Nutzerinnen und Nutzer bekräftigt. Die Regierung wartet nun auf eine Fachstellungnahme, bevor sie neue Gesetze vorschlägt. Prien betonte, dass der bessere Schutz, die Aufklärung und die Einbindung von Kindern im Netz weiterhin zentrale Prioritäten bleiben.
Im Gespräch mit der Bild äußerte sich Prien zu den laufenden Diskussionen über schärfere Kontrollen für Kinder und Jugendliche in sozialen Medien. Sie bestätigte, dass das Thema weiterhin aktiv geprüft werde. Die Ministerin verwies zudem auf die Notwendigkeit eines ausgewogenen Ansatzes, der Schutzmaßnahmen mit Chancen für digitale Teilhabe verbindet.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte sich zuvor gegen ein generelles Nutzungsverbot für junge Menschen ausgesprochen. Stattdessen forderte er eine stärkere elterliche Aufsicht und eine verbesserte Medienkompetenz – Punkte, die Prien voll und ganz unterstützt. Die Regierung erwartet im Juni Empfehlungen einer Expertenkommission.
Sobald der Bericht vorliegt, werden die Verantwortlichen ein Maßnahmenpaket erarbeiten, das auch neue Gesetzesvorhaben umfasst. Prien wies darauf hin, dass eine endgültige Politik den Schutz, die Stärkung und eine verantwortungsvolle Nutzung des Internets durch junge Menschen berücksichtigen müsse.
Die weiteren Schritte der Regierung hängen von den Juni-Empfehlungen ab. Neue Gesetze könnten bald bestimmen, wie Kinder und Jugendliche mit sozialen Medien umgehen. Eltern, Lehrkräfte und Plattformen könnten durch die geplanten Regelungen vor neue Verantwortungen gestellt werden.






