Auto Supplier Plastic Manufacturing Insolvent - Plastic Manufacturing meldet Insolvenz – 1.045 Jobs in Gefahr
Plastic Manufacturing, ein deutscher Zulieferer für Automobilkomponenten, hat Insolvenz angemeldet. Der Schritt betrifft rund 1.045 Beschäftigte an drei Produktionsstandorten. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Volker Böhm eingesetzt, der den Prozess begleiten soll.
Das Unternehmen, das unter anderem Kühlergrills und Lenkradbezüge herstellt, führte finanzielle Belastungen durch rückläufige Autoverkäufe in Europa als Grund an. Steigende Kosten für Rohstoffe und Energie verschärften die Situation zusätzlich und drückten die Margen. Trotz der Krise sind die Löhne für die nächsten zwei Monate durch Insolvenzgeld gesichert.
Sämtliche drei Tochtergesellschaften in Diepersdorf, Oberlungwitz und Lüdenscheid haben Insolvenzverfahren eingeleitet. Böhm, der von der Kanzlei Schultze & Braun kommt, prüft nun Sanierungsoptionen, um den Betrieb zu stabilisieren. Der Zusammenbruch reiht sich in eine breitere Krise der deutschen Auto-Zuliefererkette ein – allein 2025 wurden bereits 39 Insolvenzen in der Branche gemeldet.
Obwohl Plastic Manufacturing keine konkreten Kunden nannte, deuten Branchenberichte darauf hin, dass große Automobilhersteller wie Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW auf ähnliche Zulieferer angewiesen sind. Die Insolvenz verschärft die ohnehin bestehenden Turbulenzen in der Branche, zu denen auch Stellenabbau und Lieferkettenverzögerungen zählen.
Für die 1.045 Mitarbeiter bleibt die Zukunft ungewiss, auch wenn die Löhne kurzfristig abgesichert sind. Böhms Team wird nun Möglichkeiten zur Restrukturierung des Unternehmens oder die Suche nach neuen Investoren prüfen. Der Fall unterstreicht den wachsenden Druck auf Zulieferer, während die Autoverkäufe sinken und die Produktionskosten steigen.






