Nürnberger Gericht verurteilt Unternehmer wegen jahrelangem Lohnbetrug zu 18.000 Euro Strafe
Pierre BaumNürnberger Gericht verurteilt Unternehmer wegen jahrelangem Lohnbetrug zu 18.000 Euro Strafe
Ein Nürnberger Amtsgericht hat den Inhaber eines Telekommunikationsdienstleisters aus Mittelfranken zu einer Geldstrafe von 18.000 Euro wegen Lohnbetrugs und Untreue verurteilt. Das Urteil folgt auf ein über fünf Jahre andauerndes System, bei dem der Geschäftsmann Löhne vorenthielt und Sozialabgaben hinterzog. Die Entscheidung des Gerichts ist nun rechtskräftig und beendet ein langwieriges Gerichtsverfahren.
Der Angeklagte, der zugleich Geschäftsführer eines zweiten Unternehmens war, wurde in 193 Fällen des Lohnvorenthalts und der Untreue für schuldig befunden. Über einen Zeitraum von fünf Jahren deklarierte er systematisch die Einkommen seiner Mitarbeiter zu niedrig und leitete Gelder um, die eigentlich den Beschäftigten zustanden. Um den Betrug zu verschleiern, behauptete der Inhaber fälschlicherweise, einige Mitarbeiter würden zusätzliche geringfügige Beschäftigungen ausüben – also Minijobs, die in der Regel sozialabgabenfrei sind.
Das System umfasste eine Aufteilung der Löhne zwischen den beiden Firmen, wodurch der Inhaber die Zahlung der vollen Sozialbeiträge umgehen konnte. Insgesamt wurden die Sozialversicherungsträger um etwa 59.000 Euro betrogen. Das Gericht verhängte eine Strafe von 360 Tagessätzen à 50 Euro, was die Gesamtstrafe von 18.000 Euro ergibt.
Minijobs, die häufig für geringfügige Nebentätigkeiten genutzt werden, sind normalerweise von Sozialabgaben befreit. Der Unternehmer nutzte dieses System jedoch aus, um das tatsächliche Ausmaß der Lohnzahlungen zu verschleiern und seinen finanziellen Verpflichtungen zu entgehen.
Der Fall ist mit einem rechtskräftigen Urteil abgeschlossen, sodass der Inhaber die Strafe von 18.000 Euro tragen muss. Durch die betrügerischen Machenschaften wurden sowohl die Mitarbeiter als auch die Sozialversicherungsträger um ihre rechtmäßigen Zahlungen gebracht. Die Ermittlungen sind nun eingestellt, weitere juristische Schritte werden nicht erwartet.






