Nürnberger Ehepaar wegen jahrelangem Lohnbetrug in Pflegeunternehmen verurteilt
Klaus-Dieter PohlNürnberger Ehepaar wegen jahrelangem Lohnbetrug in Pflegeunternehmen verurteilt
Ein Nürnberger Gericht hat ein Ehepaar zu einer Strafe von 109.000 Euro verurteilt, weil sie über Jahre hinweg wiederholt Löhne vorenthalten und veruntreut haben. Das Paar betrieb ein Pflegeunternehmen, zahlte seinen Mitarbeitern jedoch fast drei Jahre lang keine ordnungsgemäßen Gehälter aus. Die Urteile sind nun rechtskräftig und können nicht mehr angefochten werden.
Das Ehepaar führte ein Pflegeunternehmen, in dem nur 15 von 29 Beschäftigten offiziell angemeldet waren. Löhne wurden häufig bar ausgezahlt, wobei den Behörden falsche Angaben gemacht wurden. Im Laufe der Zeit behielten sie Sozialabgaben in Höhe von fast 180.000 Euro ein.
Statt ihre Schulden zu begleichen, eröffneten sie ein neues Pflegeunternehmen, setzten dort jedoch ihre fragwürdigen Praktiken fort. Die Ermittler deckten 53 einzelne Fälle von Lohnveruntreuung auf, die mit dem Paar in Verbindung standen.
Das Gericht verurteilte die Ehefrau zu 600 Tagessätzen à 165 Euro, während der Ehemann 400 Tagessätze à 25 Euro zahlen muss. Beide Strafen sind nun rechtskräftig.
Das Paar muss insgesamt 109.000 Euro Strafe zahlen und hat keine weiteren rechtlichen Möglichkeiten, das Urteil anzufechten. Durch ihr Handeln wurden Mitarbeiter um Lohn betrogen und die Sozialkassen um fast 180.000 Euro gebracht. Mit dem Urteil endet ein jahrelanger Fall von Lohnbetrug.






