01 May 2026, 12:22

Norwegens Biathlet:innen fliegen per Helikopter zum Festival – und ernten Kritik

Plakat für die Nordischen Skiweltmeisterschaften 1985 in Seefeld, Schweiz, das eine schneebedeckte Landschaft mit Skifahrern, Pferden, Fahnen, Gebäuden, Bäumen und Text zeigt.

Norwegens Biathlet:innen fliegen per Helikopter zum Festival – und ernten Kritik

Norwegens Biathlon-Team in der Kritik nach Helikopter-Flug zum LOOP ONE Festival in München

Die norwegische Biathlon-Mannschaft steht in der Kritik, nachdem sie für den Besuch des LOOP ONE Festivals in München einen Helikopter genutzt hat. Die Sportler:innen verließen dafür ihr Höhen trainingslager in Italien – eine Entscheidung, die eine Debatte über ökologische Verantwortung im Sport auslöste. Kritiker:innen werfen dem Team vor, damit ein falsches Signal in Sachen Nachhaltigkeit gesetzt zu haben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Laut Angaben flog das Team, darunter der Gesamt-Weltcup-Sieger Sturla Holm Lægreid, mit dem Helikopter, um ihren Trainingsplan möglichst wenig zu beeinträchtigen. Teammanager Per Arne Botnan verteidigte die Entscheidung und betonte, dass der Sport manchmal Vorrang vor Umweltbelangen haben müsse. Gleichzeitig verwies er auf die Bemühungen des Norwegischen Biathlon-Verbands (Norges Skiskytterforbund), den klimatischen Fußabdruck während der Saison zu verringern.

Die Politikerin Frøya Sjursæther von der norwegischen Grünen Partei übt scharfe Kritik: Der Helikopter-Einsatz untergrabe die Zukunft des Wintersports. Stattdessen hätte das Team Umweltprinzipien über die Festival-Teilnahme stellen sollen. Lægreid räumte die Spannung zwischen Spitzensport und Nachhaltigkeit ein und scherzte, selbst das Team des Senders TV2 habe das Trainingslager in Italien besucht.

Während das Festival selbst als Erfolg galt, geriet vor allem sein ökologischer Preis in den Fokus. Sjursæthers Äußerungen spiegeln eine grundsätzliche Diskussion wider: Wie können hochkarätige Athlet:innen Wettbewerb und ökologische Verantwortung in Einklang bringen?

Der Vorfall lenkt die Aufmerksamkeit auf die Umweltentscheidungen von Spitzensportler:innen. Zwar blieb der Trainingsplan des Teams unangetastet, doch die Debatte über Nachhaltigkeit im Sport geht weiter. Nun steht der norwegische Biathlon-Verband vor der Frage, wie künftige Reiseentscheidungen mit seinen Klimazielen vereinbar sind.

Quelle