23 May 2026, 14:18

Neues Solar-Gesetz gefährdet Einnahmen von Solaranlagen-Betreibern in Deutschland

Sonnen erachtet intelligente Steuerung als entscheidend für die Rentabilität von privaten Photovoltaik-Speicherkombinationen

Neues Solar-Gesetz gefährdet Einnahmen von Solaranlagen-Betreibern in Deutschland

Ein neues Gesetz in Deutschland verändert, wie Betreiber von Solaranlagen Geld verdienen. Das Solarspitzen-Gesetz streicht die Einspeisevergütung, sobald die Großhandelspreise für Strom ins Negative rutschen. Ohne Anpassungen könnten viele Haushalte mit Solarmodulen erhebliche finanzielle Verluste erleiden.

Die Regelung hat bereits jetzt die Einnahmen einiger Betreiber geschmälert, da negative Strompreise in den letzten Monaten häufiger aufgetreten sind. Das Solarspitzen-Gesetz trat Anfang dieses Jahres in Kraft und beendete die garantierten Vergütungen für Solarstrom, der während Phasen negativer Preise ins Netz eingespeist wird. 2024 hielten diese Bedingungen rund 460 Stunden an – in dieser Zeit sanken die Einspeiseerlöse um 25 Prozent. Daten aus dem Jahr 2025 zeigen eine Verschärfung des Trends: Allein im ersten Halbjahr wurden bereits fast 390 Stunden mit negativen Preisen registriert. Experten rechnen bis Dezember mit insgesamt 780 Stunden.

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Besonders betroffen sind Haushalte ohne intelligente Zähler. Sie entgehen möglichen Einnahmen und müssen länger auf die Amortisation ihrer Investitionskosten warten. Der Branchenverband ZVEH fordert klarere Vorgaben, wie Netzbetreiber die Solareinspeisung unter den neuen Regeln drosseln werden.

Um die Folgen abzumildern, verlängert die Regierung die 20-jährige EEG-Förderdauer für betroffene Anlagen – allerdings nur, wenn intelligente Zähler installiert sind. Unternehmen wie Sonnen schlagen vor, Überschussstrom während negativer Preisphasen zu speichern. Weitere Optionen sind der Verkauf über Intraday-Märkte oder die Nutzung für das Laden von Elektrofahrzeugen. Ohne solche Maßnahmen könnten die jährlichen Verluste für Solarhaushalte auf über 40 Prozent steigen.

Das Gesetz zwingt Solaranlagenbetreiber zu einem intelligenteren Energiemanagement. Wer über moderne Speicherlösungen oder flexible Verbrauchsoptionen verfügt, kann selbst bei fallenden Preisen noch Gewinne erzielen. Für alle anderen wird die finanzielle Belastung wachsen, da negative Strompreise von Jahr zu Jahr häufiger werden.

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