11 May 2026, 00:23

Neues KRITIS-Gesetz: Wie Deutschland seine kritischen Infrastrukturen jetzt schützt

Alte detaillierte Karte von Schaffen, Deutschland, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit Textangaben zur Bevölkerung, Dichte und Lage.

Neues KRITIS-Gesetz: Wie Deutschland seine kritischen Infrastrukturen jetzt schützt

Deutschland hat seine Abwehr gegen Cyber- und physische Bedrohungen mit einem neuen Gesetz gestärkt. Der Bundestag verabschiedete am 10. September 2025 das Kritische-Infrastrukturen-Schutzgesetz (KRITIS-Dachgesetz). Das Gesetz soll essenzielle Dienstleistungen vor immer ausgefeilteren Angriffen schützen – viele davon staatlich gesteuert und über Jahre geplant.

Das Gesetz verpflichtet Betreiber kritischer Infrastrukturen zu konkreten Maßnahmen: Sie müssen Schwachstellen identifizieren, Risiken bewerten und maßgeschneiderte Schutzkonzepte entwickeln. Anschließend sind Sicherheitsvorkehrungen umzusetzen, begleitet von einer kontinuierlichen Überwachung, um Vorfälle frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren.

Allerdings setzt das KRITIS-Dachgesetz Ziele ohne detaillierte Handlungsanweisungen. Das hinterlässt vor allem kleinere Unternehmen und bestimmte Branchen im Unklaren darüber, wie sie die Vorgaben erfüllen sollen. Markus Weidenauer, Geschäftsführer der SecCon Group, wies auf eine anhaltende Lücke zwischen politischem Willen, rechtlichen Anforderungen und der praktischen Umsetzung hin.

Viele Betreiber – insbesondere solche in kommunaler oder öffentlicher Trägerschaft – kämpfen noch mit grundlegenden Sicherheitsmängeln. Reine technische Schutzmaßnahmen reichen längst nicht mehr aus, um Sabotage, Spionage oder hybride Bedrohungen abzuwehren. Experten betonen, dass nachrichtendienstliche Methoden wie verdeckt arbeitende Kräfte in Deutschland ein noch zu wenig genutztes Instrument zur Früherkennung von Gefahren darstellen.

Nach den neuen Regelungen werden regelmäßige Prüfungen für alle Anbieter kritischer Infrastrukturen verpflichtend. Ziel ist es, die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten und die Widerstandsfähigkeit gegen sich wandelnde Risiken zu stärken.

Das KRITIS-Gesetz markiert einen Wandel in Deutschlands Umgang mit dem Schutz lebenswichtiger Dienstleistungen. Unternehmen müssen nun sowohl physische als auch strategische Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um den gesetzlichen Standards zu genügen. Verpflichtende Audits und klarere Leitlinien könnten in den kommenden Jahren die Kluft zwischen Theorie und Praxis verringern.

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